Donnerstag, 31. Dezember 2009

Caffè

Ganz kurz und knapp möchte ich mich hier den vorgenannten Jahresendgrüßen anschließen - nicht, ohne Euch den Mund wässrig zu machen:


Ich trinke ja immer häufiger an den Wochenenden als besonderes Tages-Start-Up italienischen Kaffee, zubereitet mit der "caffettiera". Dafür hat Töchterlein mir drei wunderbare Päckchen originalen Caffè mitgebracht! Das "Splendid"-Päckchen haben wir derzeit in Gebrauch: für Kaffeegenießer der italienische Himmel auf Erden!



Also bis demnänchst wieder hier!
Ich verbleibe mit dem guten Vorsatz, wieder etwas häufiger von meinen Küchenexperimenten zu berichten... :)

Sonntag, 22. November 2009

Wiener Nusskuchen

Warum er nun gerade "Wiener Nusskuchen" heißt, entzieht sich meiner Kenntnis, das Rezept, das auf einem uralten Kalenderblatt stand, nannte sich jedenfalls so. Im Laufe vieler Jahre ist er zu einem traditionellen Weihnachtskuchen bei uns geworden - allerdings schon lange nicht mehr in meiner eigenen Familie - wegen einer vorhandenen Nussallergie. Die Nussallergie ist allerdings auf eine Person beschränkt, so dass ich heute zwei kleine Backformen mit dem Teig gefüllt habe, dann kann ich ihn dort hin geben (und mitessen!), wo niemand allergisch reagiert.
Genug der Präliminarien.

Die Zutaten:

  • 250 g Butter oder Margarine
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 125 g gemahlene Haselnüsse
  • 125 g Maisstärke
  • 125 g Mehl
  • 2 gestrichene EL Kakao

Das weiche Fett mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier dazu geben. So lange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Die gemahlenen Nüsse dazu geben und verrühren, dann das Mehl und die Stärke sowie den Kakao.

Den Teig in eine gut gefettete (Standard-)Kastenform füllen und bei guter Mittelhitze eine Stunde backen (ca. 175°C).



Falls gewünscht, aus Puderzucker und etwas heißem Wasser einen Guss rühren und den Kuchen damit glasieren.

Übrigens bietet es sich an, den Teig zu verdoppeln und zwei Kastenformen zu füllen, nebeneinander passen sie sehr gut in den Ofen, und man hat bei gleichem Aufwand einen Kuchen mehr. Das lohnt sich, da dieser dunkle Nusskuchen meist zum "Renner" wird...

Sonntag, 13. September 2009

Sonnenblumenkernbrot

Wie schon gesagt, das "Pane a filoncini misto farine e girasole" von Nonna Ivana hatte es mir angetan. Bevor ich jetzt von meinem eigenen Experiment erzähle, kommt erst einmal die Übersetzung ihres Rezeptes, ich denke, das ist so in Ordnung.

  • 150 g Hartweizengrieß
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 2 TL feines Salz
  • lauwarmes Wasser, ca. 270 - 290 ml
  • 3 EL Sonnenblumenkerne
Mit der Küchenmaschine die Mehlsorten vermischen, die in lauwarmem Wasser aufgelöste Hefe hinzugeben, dann mit lauwarmem Wasser und Salz zu einem Teig verarbeiten.
Aus der Rührschüssel nehmen und mit den Händen arbeiten, bis nichts mehr klebt.
Ein paar Stunden (oder zwei Stunden?) stehen lassen, dann 5 kleine Stangenbrote formen, drei Male diagonal einschneiden, mit etwas Öl und Wasser bestreichen, mit Sonnenblumenkernen bestreuen und abgedeckt mindestens 40 Minuten gehen lassen.
Backen bei 190°C für 10 Minuten, dann verringern auf 165°C für weitere 20 Minuten bei Umluft!

So weit die Übersetzung. Ich vermisse die Stelle, an der der Zucker hinzu gegeben wird, ich denke, er gehört gleich mit ins Mehl, damit die Hefe Nahrung findet.

Morgens beim Einkauf den ganzen R*W*-Supermarkt abgesucht nach Buchweizen. Ergebnis: ganze Körner bei den Spezialitäten aus Russland, dann Buchweizengrütze in der Nähe vom Reis. Buchweizenmehl ist Fehlanzeige, auch bei den Bio-Lebensmitteln nicht zu finden. Ich entscheide mich für Buchweizengrütze, die optisch eine gewisse Ähnlichkeit mit Haferflocken aufweist und auch ähnlich verarbeitet werden kann. (Ich erinnere mich an gekochte Buchweizengrütze mit Milch, Zucker und Rosinen aus meiner Kindheit.)

Beim Telefonat mit meiner Tochter noch getönt: "Hartweizengrieß habe ich ja sowieso immer im Hause!" Beim Heraussuchen der Zutaten dann erstaunt festgestellt, dass dieses offensichtlich nicht stimmt. An dieser Stelle nun aufzugeben ist allerdings nicht meine Art. Was habe ich eigentlich in meinen Schränken? Polenta! Ein gewisser Herr hat ja zeitweise meine Mutter regelrecht mit diesesm Erzeugnis "überschüttet", so dass sie mir einiges abgegeben hatte. Es handelt sich hierbei um sogenannte "Instant-Polenta", die nur ca. 15 Minuten Kochzeit benötigt (wenn man sie wie vorgesehen zu einem Brei oder einer festen Masse kocht). Egal, Polenta sieht einfach aus wie feiner Grieß und soll angeblich sehr gesund sein.

Ich hatte also bei diesem Rezept aus "gemischtem Mehl" bereits zwei Ersetzungen! Ob das wohl gut gehen würde? Und ob!

Ansonsten habe ich alles streng nach Anweisung befolgt, allerdings in den Teig vor dem Formen der kleinen Brote noch eine Handvoll Sonnenblumenkerne hinein geknetet, einfach deshalb, weil ich Sonnenblumenkerne gern mag und tatsächlich einen reichlichen Vorrat davon habe.

Mein Ofen ist kein Umluftofen und braucht auch ansonsten etwas länger, also habe ich die Backtemperaturen angehoben für die ersten 15 Minuten auf 220°C, die restliche Zeit dann 180°C. Über die gesamte Backzeit kann ich nichts sagen, ich habe einfach hin und wieder mal in den Ofen geschaut.



Das erste kleine Brot ist inzwischen verputzt, es schmeckt lecker, ist mürbe ohne zu zerkrümeln und hat einen angenehm kernigen Biss.

Samstag, 12. September 2009

Stangenbrot mit Sonnenblumenkernen

Dieses Rezept liest sich ganz einfach, und das Foto macht mächtig Appetit!

Zuerst war mir wichtig, herauszufinden, welche Mehlsorten gemeint sein könnten bzw. welche Entsprechung wir hier in Deutschland haben.

Wikipedia deutsch
Wikipedia italienisch

"Farina di grano tenero" bedeutet "Weichweizenmehl" der italienischen Type "0", das müsste am besten unserem gängigen Weizenmehl der Type 405 entsprechen.

"Semola di gran duro" ist Hartweizengrieß.

"Grano saraceno" heißt Buchweizen.

Sollte also mein heimischer Supermarkt Buchweizen führen, steht einem Experiment nichts im Wege. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Update: Drei Mal dürft Ihr raten, was ich gerade (um Mitternacht!) im Ofen habe. Und wenn es gelingt, ist es einen neuen Beitrag wert, denn ich musste mächtig improvisieren.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Crostata al limone

Italienische Zitronentarte.

(Vorweg: Was ist eine Tarte? Guckst du bei Wikipedia...)

Wieder mal ein Backtest, das Rezept gibt es hier beim Chefkoch.

Ich habe mich akribisch an die Vorgaben gehalten, einziger Unterschied: Da Ricotta hier nicht zu haben ist, habe ich 250 g Frischkäse und 250 g Magerquark stattdessen genommen. Und glücklicherweise hatte und habe (für 1 x reicht es noch) ich noch einen klitzekleinen Rest Limoncello von einem Tochterbesuch hier stehen! - Was kann man ggf. als Ersatz dafür nehmen?

Etwas nervig sind die vielen Wartezeiten:
Warten, während der Teig (bereits in der Form) gekühlt wird.
Warten während der Backzeit.
Warten, während Kuchen und Zitrone in Sirup auskühlen.
Insgesamt stimmen die angegebenen 2 Stunden Ruhezeit.

Der Kuchen ist gedacht für eine normal große (26 cm) Tortenform. Da ich aber die Quiche-Form genommen hatte, konnte ich zusätzlich noch die Mini-Springform füllen, dieser kleine Kuchen wird für den Geschmackstest geopfert.

Nun endlich zum Ergebnis: sehr, sehr lecker! Allerdings auch sehr, sehr sättigend!



Am Ende der Aktion hatte ich noch Zitronensirup übrig - und noch eine Zitrone herum liegen. Drei Mal dürft Ihr raten, was ich damit gemacht habe ;)

Dienstag, 14. Juli 2009

Zitronensorbet

Da ich für meine Kuchenexperimente geriebene Zitronenschale benötigte, lagen hier schlussendlich drei "nackte" Bio-Zitronen herum, und es stellte sich die Frage: Was damit tun? Am liebsten hätte ich ein Zitronensorbet gehabt. (Noch so ein Floh, den mir das Töchterlein kürzlich ins Ohr gesetzt hatte!) Nicht lang gefackelt und ein bisschen im Internet herumgeguckt. Es gibt so viele Rezepte, die alle voneinander abweichen, dass ich die Qual der Wahl hatte.

Was verarbeitet wurde:

  • 1/4 l Wasser
  • 100 g Zucker
  • Saft von 3 Zitronen
  • 1 Eiweiß, zu Schnee geschlagen
Das Verfahren:

Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und abkühlen lassen.
Die Zitronen auspressen.

Das abgekühlte Zuckerwasser mit dem Zitronensaft mischen.
Jetzt tritt der Pürierstab (alternativ: Handmixer) in Aktion.
Den Eischnee hinzu geben und alles sehr gut miteinander vermengen.

Ab in den Gefrierschrank!
Gelesen hatte ich, dass diese Masse jetzt alle halbe Stunde durchgerührt werden sollte. Allerdings: Ich hatte das Ganze schlicht und einfach vergessen, und als ich es nach einigen Stunden heraus holte, war es hart gefroren. Ha, nun war wirklich die Stunde des Pürierstabes gekommen: Alles eifrig und auch unter Einsatz von einiger Kraft gerührt, zerkleinert, gerührt, gerührt, gerührt. Dabei veränderte die eher glasig anzusehende Masse ihre Konsistenz und wurde sehr fein cremig-hell. Ein Probelöffelchen genommen und begeistert gewesen!



Am nächsten Abend noch einmal kräftig durchgerührt. Das ist soooo lecker! (Und noch ziemlich sauer, mir schmeckt es so. Wer mag, nimmt mehr Zucker.)

Übrigens, um hier keine Verwirrung aufkommen zu lassen: Die Masse soll in einer Metallschüssel mit Deckel gefroren werden, und da ich eine solche nicht besitze, nahm ich kurzentschlossen einen kleinen Kochtopf. Funktionierte ganz prima.

Sonntag, 12. Juli 2009

Crostata mit Puddingcreme und Heidelbeeren

(Updates 13.07.09 + 18.07.09 unten angehängt)

Nächster Versuch.

Einen klassischen Mürbeteig zubereitet und gut verpackt lange im Kühlschrank ruhen lassen. Dann die Idee, ihn auszurollen - Fehlanzeige. (Ich weiß schon, warum ich bei anderen Mürbeteig-Torten ihn immer direkt in die Backform gedrückt hatte...) Der Teig ist sehr weich. Also nochmal mit ein bisschen Mehl verknetet, gerade so viel, bis er nicht mehr klebte. Trotzdem: Ausrollen bleibt unmöglich. Also in die Formen gedrückt, einen Rand hochgezogen, alles wieder in den Kühlschrank gestellt und mich mit der Füllung beschäftigt:

Wie im anderen Beitrag schon angekündigt, habe ich einen normalen Vanillepudding gekocht, ihn dann mit zwei Eigelb verrührt, mit Eischnee von einem Eiweiß verrührt (das andere Eiweiß brauchte ich für eine andere Sache...) und die Heidelbeeren drunter gehoben. Dann auf dem Teigboden Marmelade verteilt, die Pudding-Fruchtmasse darauf verteilt.

Jetzt die Frage aller Fragen: Wie fabriziere ich das Teiggitter, wenn der Teig - auch vorsichtig ausgerollt - sofort außer Form gerät? Ich habe ein bisschen "Freihand"-Arbeit und das Bestmögliche daraus gemacht.

Dann ab in den Ofen, ca. 180°C, und immer wieder nachgesehen, damit er mir nicht zu dunkel wird. Das Ergebnis sieht gar nicht mal so schlecht aus:



Auf den Anschnitt und die Geschmacksprobe muss auch ich nun erstmal warten, bis ich wieder einen Testesser habe - vielleicht die große Tochter am nächsten Wochenende? Auf jeden Fall wandern die Kuchen nämlich zunächst einmal in die Tiefkühlung.

Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Teile gelungen sind, habe bereits früher mit Pudding-und-Frucht-Füllungen gearbeitet. Trotzdem: Der ideale Teig für dieses Vorhaben ist das noch nicht!

Update: Torte im Anschnitt:



Die größere Torte ist zerteilt und in Portionen, die kleinere im Ganzen eingefroren worden. Aber natürlich musste ich ein Stück probieren!

Zunächst fällt auf, dass Creme und Frucht eine enge Verbindung eingegangen sind - es waren ja auch allerlei Beeren gewesen. Geschmacklich ist das Ganze sehr süß, knapp am Rande von "zu süß", mir fehlt ein bisschen Säure, da hilft es auch wenig, dass im Teig reichlich geriebene Zitronenschale enthalten ist. Auf jeden Fall ist der Mürbeteig dieses Mal nicht hart geworden, allerdings hätte ich ihn nun gerne ein wenig knuspriger. Es scheint so, als würde ich gerne noch ein bisschen experimentieren wollen :)

Update 15.07.2009: Die Kollegin hat "Probe gegessen" und fand den Kuchen sehr lecker!
Update 18.06.2009: Aufgetaute Stücke mit Nina zusammen vernichtet: Die Crostata ist schön durchgezogen und schmeckte jetzt auch mir richtig gut! (Jetzt muss sie konkurrieren mit dem Versuch, den ich morgen machen werde...)

crema pasticcera - italienische Tortencreme

Nachdem ich mich mit Töchterlein darüber unterhalten hatte, ging ich jetzt mal auf die Suche.
Hier ein italienisches Rezept (das Original?), und hier eine deutsche Variante mit kleineren Mengen und wesentlich kürzerer Anleitung. Nach gründlichem Studium denke ich, man kann sie ganz gut ersetzen durch herkömmlich gekochten Vanillepudding mit Puddingpulver, den man durch Zugabe von ein oder zwei Eigelb aufwerten könnte.

Ich gedenke, eine Crostata mit Creme-Fruchtfüllung zu testen, habe gestern Heidelbeeren gekauft.

Hier eine sehr ausführliche Crostata-Anleitung auf Englisch, incl. Tortencreme, Fruchtfüllung etc.

Hammer und Meißel gefällig?

Wie schön, dass ich vor dem "offiziellen Auftritt" eines neuen Gebäcks erstmal einen Testlauf mache! Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, eine "crostata di mandorle" zu machen, das Rezept fand ich in "Langenscheidts Sprachkalender italienisch", dürfte aber diesem hier entsprechen. Missverständnisse bei der Übersetzung sind ausgeschlossen, da der Sprachkalender auf der Rückseite des Blattes die deutsche Version abgedruckt hat!

Etwas skeptisch war ich schon, denn es ist ein Mürbeteig ohne jede Spur von Fett! Entsprechend wurde die Mischung aus gemahlenen Mandeln, Mehl, Zucker und Eiweiß plus einem Ei in der Küchenmaschine zu einem einzigen Krümelberg! Ausgekippt und die Hände angefeuchtet, denn so eine Eiweißgeschichte ist immer sehr klebrig. Irgendwann hatte ich denn einen "Knetklumpen", bei dem ich dann doch nicht umhin kam, ihn unter Zuhilfenahme von Mehl auszurollen, denn am Nudelholz klebten ständig Teigteilchen.

So langsam stieg mein Frustfaktor an... Zwei Teigplatten ausgerollt, passend ausgeschnitten, eine in die Form gelegt, die Mandel-Eigelb-Zucker-Füllung darauf verteilt, die zweite Teigplatte drüber gepackt, die Ränder zusammen gedrückt, den Rest Teig zur Verzierung genommen und ab in den Ofen damit!

Während des Backens durchzog ein leckerer Duft nach Zimt und Zitrone meine Wohnung, und ich fasste wieder Mut. Am nächsten Tag nahm ich den Kuchen mit zur Nonna, die als Testkandidatin mit herhalten musste.

Bereits beim Aufschneiden zeigte sich, dass wir es hier mit einem Gebäck zu tun hatten, das ernsthaft die Zähne in Gefahr brachte! Der Kuchen schmeckt ganz gut, die Füllung ist okay, aber Boden und Deckel der Torte hart... uiuiui.

Nie wieder ein Mürbeteig ohne Fett!

Ich hatte zwar den Herstellungsprozess ausführlich fotografisch dokumentiert, halte es aber für nutzlos, unter diesen Umständen die Bilder hier einzustellen. Also nur eines gleich nach dem Anschnitt:



Sieht schon gut aus, aber es fällt auch auf, dass die Form spiegelblank und trocken ist, keine Gefahr des Festklebens!

Ich empfehle, ein normales Mürbeteig-Grundrezept zu nehmen, evtl. ein wenig gemahlene Mandeln zuzufügen, die Füllung "Original" zu nehmen und vielleicht eine Haube aus Eischnee zu machen. (Schließlich muss ja das Eiweiß auch irgendwie verbraucht werden.)

Mein nächster Crostata-Test wird ein anderer sein.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Crostata-Test

Morgen werde ich einen Testlauf machen mit so etwas: crostata bei youtube. Warum nur erinnert mich das alles an die Linzer Torten meiner Kindheit?

Rezept mit (hoffentlich) Erfolgserlebniserfahrungsbericht dann vermutlich am Wochenende hier. Schaut Euch inzwischen einfach die Filmchen an! (Auch wer kein Italienisch versteht, wird's begreifen, denn sehen ist schließlich universell!)

Sonntag, 14. Juni 2009

Kartoffelcremesuppe

Diese Suppe war nun das Testobjekt für den neuen Rühr-/Pürierstab:

Ich nahm:

  • eine Koblauchzehe
  • eine Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • 2 kg mehligkochende Kartoffeln
  • Pfeffer, Salz, Muskat
  • einen großen Eßlöffel Instant-Gemüsebrühe
  • als gesünderen Ersatz für Creme fraîche einen Schuss "Creme fine"
  • Schnittlauch
Knoblauch gehackt, Zwiebeln gewürfelt und in etwas Öl angeschmurgelt. Dann die gewürfelten Kartoffeln, die Instant-Brühe und so viel Wasser, dass alles gerade so bedeckt war, dazu gegeben, gut verrührt, Deckel drauf und kochen lassen.

Als die Kartoffeln gar waren, kamen die Gewürze dazu. Und nun kam der Pürierstab zum Einsatz! Alles wurde gut zu einer dickflüssigen Masse püriert, am Ende Creme fine und Schnittlauch damit vermengt.

Total einfach und super lecker!
Würstchen passen gut dazu, bei mir waren es Geflügelwürste.

Da bei mir, dank Einpersonenhaushalt, alles für länger reicht, habe ich eine Portion testweise mit geriebenem Parmesan bestreut, das ist auch sehr empfehlenswert.

(Leider kein Foto, die Testesserin war hungrig und hatte keine ruhige Hand!)

Foto vom nächsten Experiment:

Neuerrungenschaft: Ein Rührstab

Eine Gerätschaft, deren Anschaffung vielleicht längst überfällig war, die ganz plötzlich forciert wurde durch einen unbändigen Appetit auf cremige Kartoffelsuppe...

Ich beschloss, zur Hausmarke eines Drogeriemarktes zu greifen. (Was hat Küchengerät eigentlich im Drogeriemarkt zu suchen?) Letztlich waren dafür auch preisliche Erwägungen ausschlaggebend.





Hier wird das gute Stück nun ausgepackt und erstmal gründlich beäugt (derweil die Kartoffeln bereits kochten). Okay, es besteht aus zwei Teilen, die mittels einer Drehung zusammen gesetzt werden müssen:



Einsatzbereit! Sind die Kartoffeln endlich fertig?



Zur Handhabung: Diese erschien mir zunächst reichlich gewöhnungsbedürftig. Es gibt zwei Schalter, einen für eher sanftes Pürieren und einen mit mehr Power. Und in der Anleitung diverse Warnhinweise. Nun kann ich unmöglich während des Werkelns immer auf die Uhr sehen, aber wird schon gut gehen!

Sehr merkwürdig erscheint mir, und ich habe inzwischen den zweiten Testlauf hinter mir, dass während des Pürierens (das Ergebnis ist sehr gut) mehr als einmal der Aufsatz sich gelöst hatte und im Kochgut steckte, während ich verdutzt das Handteil mit dem Motor hielt und reichlich erstaunt aus der Wäsche guckte. Und das trotz mehrfacher Kontrolle vor Inbetriebnahme!

Könnte es sein, dass das Problem die Hausfrau ist, die sich zu dämlich anstellt? Oder handelt es sich hier um einen Produktionsfehler? Da auf technischem Gerät, wozu ich dieses durchaus zähle, zwei Jahre Garantie sind, habe ich den Kassenbeleg erstmal gut verwahrt und beobachte weiter.

Freitag, 29. Mai 2009

Was macht das Handy in der Backform?



Ganz klar: Es lässt auf die Größe der Form schließen! (Nein, ich wollte mein Handy nicht überbacken.)

Gestern noch mit der Großen drüber gesprochen, dass ich gerne eine kleine Springform hätte, da sah ich heute dieses feine & kleine Backset, das aus zwei Mini-Backformen besteht, so dass ich nun auch mal nur eine halbe Portion zubereiten kann. Das ist durchaus wünschenswert, da hier nicht immer eine ganze Kompagnie bewirtet werden muss, sondern es hin und wieder auch nur mal "coffee for two" gibt.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Erdbeer-Joghurt-Torte

Ein Experiment, das ich gemacht habe, weil Maren mir andauernd erzählt hatte, welche Kunstwerke sie zu Stande bringt - danke für die Idee!

Zutaten für den Tortenboden:
  • 4 Eier
  • 75 g Zucker
  • 75 g Mehl
  • 50 g Maisstärke
  • 4 EL Wasser
Zutaten (bitte alle rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, sie sollten zimmerwarm sein) für den Belag:

  • 500 g Naturjoghurt (in diesem Falle mit 0,3 % Fett)
  • zwei "normale" Becher Erdbeerjoghurt (weil ich den Belag schön rosa haben wollte)
  • Gelatine passend zur gewünschten Menge Flüssigkeit
  • 1 kg frische Erdbeeren
  • ca. 1 1/2 EL Zucker
  • 2 EL Marmelade (ich habe Waldbeeren genommen)
Verfahren bin ich dann folgendermaßen:

Eier getrennt, Eiweiß zu Schnee geschlagen.

Eigelb verrührt mit Zucker, Mehl, Stärke und den 4 EL kaltem Wasser (das Wasser ist wichtig, sonst wird's so eine Art Pfannkuchenteig!).

Eine Springform ganz leicht gefettet (damit sich später alles gut aus der Form löst). Den Teig in die Form gefüllt und bei ca. 220°C etwa 20 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen habe ich zwei Eßlöffel Marmelade auf dem Teig verstrichen. Mit dieser Schicht wollte ich den Biskuitboden (sehr gut gelungen!) sozusagen "versiegeln", damit der Guß nachher nicht den Boden durchweicht. Dann alles eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt.

Während der Tortenboden backte, habe ich die Erdbeeren gewaschen, geputzt und mit ungefähr eineinhalb Eßlöffeln Zucker versehen. Deckel drauf und erstmal stehen gelassen.

Nun die Gelatine eingeweicht. Beide Joghurtsorten in die Rührschüssel gegeben und geschlagen. Gelatine erwärmt, dann mit ein bisschen Joghurt vermengt und die entstandene Flüssigkeit unter Rühren in die Schüssel geschüttet. Als alles gut durchgeschlagen war, die Erdbeeren zugegeben und (ich wollte kein Püree haben) mit einem großen Löffel untergehoben.

Tortenform mit Boden aus dem Kühlschrank genommen, die Erdbeer-Joghurt-Masse darauf verteilt und alles zurück in den Kühlschrank gestellt.

Am nächsten Abend hatte ich eine wunderbar schnittfeste und fruchtig-frische Torte:



Vorteile: So gut wie fettfrei, fast zuckerfrei und sehr gesund! Obwohl leicht, sehr sättigend. Ideal zum sommerlichen Kaffeetrinken.

Es ist ein sehr variables Rezept, der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Übrigens mein zweiter Versuch mit Gelatine, und auch sofort wieder gelungen!

Donnerstag, 9. April 2009

Pasta-Tomaten-Gratin

Ganz einfach und schnell zu machen, schmeckt super lecker:

Für zwei Personen nehme man:

  • ca. 25o g Pasta, nicht vorgekocht
  • 1 Dose geschälte Tomaten
  • frische Tomaten nach Lust und Laune
  • 2 Mozzarella
  • Pfeffer, Salz, Basilikum
  • etwas Olivenöl

Pasta in eine kleine Auflaufform oder auf ein kleines Backblech schütten, vorher mit ein wenig Öl fetten, damit später nichts anklebt.

Dose Tomaten öffnen und mit einem Messer kreuz und quer drin herum schneiden, um die Tomaten grob zu zerkleinern. Tomaten mit Saft auf die Nudeln geben, kleinen Schuss Wasser dazu, damit genug Flüssigkeit für die Nudeln vorhanden ist. Pfeffern, salzen, Basilikum (wir hatten gehackten aus der Tiefkühlung) zugeben. Alles vermengen.

Die frischen Tomaten waschen, würfeln und drauf verteilen.

Mozzarella in Stückchen schneiden und als letzte Schicht drauf legen:



Zum Schluss noch eine Winzigkeit (einen sog. "Faden") Öl darüber geben.



Das Ganze in den Ofen schieben und bei 250°C backen lassen, bis das Gratin eine schöne goldene Kruste hat:



Guten Appetit!

Dienstag, 31. März 2009

Tipps erwünscht für Brokkoli und Pasta

... und ohne Tomate bzw. Tomatensoße! Das ist schon bewährt.

Ich habe nachgekocht (sinngemäß): Brokkoli in Brühe kochen, Pasta kochen, etwas Brühe mit saurer Sahne, Muskat, Parmesan verrühren, alles zusammen geben, umrühren, auf den Teller geben, nochmal Parmesan drüber... Ergebnis: essbar, sättigend, aaaaaber: viel zu schlapprig. Any idea? Dann bitte in die Comments, danke.

Sonntag, 29. März 2009

Ofengemüse

So einfach, doch so lecker und deswegen meinen ersten Eintrag wert:
Einen Sack (Bio)Kartoffeln, zwei Paprikas, eine große Gemüsezwiebel, fünf Knoblauchzehen und drei Tomaten; alles in Streifen geschnitten und auf dem Blech verteilt.


Etwas Olivenöl auf das Gemüse geben, ordentlich pfeffern und salzen.



Nach etwa einer halben Stunde im Ofen - bei 200 Grad- hat man dann ganz zarte Kartoffeln und buntes Gemüse.


Natürlich kann auch fast jedes andere Gemüse nach Belieben verwendet werden.

Sonntag, 15. März 2009

Quarktorte

Sehr schnell zubereitet ist eine einfache Quarktorte, die schon seit sechs Jahren zu meinen "Hausrezepten" zählt. Ursprünglich "holte" ich mir das Basisrezept von kochrezepte.de. Es sei darauf hingewiesen, dass dieser Kuchen durch die Verarbeitung von 1 kg Quark und 6 Eiern sehr, sehr sättigend ist!

Besonders gute Erfahrung gemacht habe ich mit der Verarbeitung von "Mondamin"-Puddingpulver, da dieses sehr fein ist, mit echter Vanille, und absolut nicht klumpt. Dieses Pulver enthält bereits Zucker, so dass das Grundrezept gerne um 100 g Zucker reduziert werden kann.
Leider konnte ich dieses Puddingpulver im Handel nicht mehr finden... Normales tut es natürlich auch, die Quarkmasse muss dann allerdings sehr lange und sehr gründlich gerührt bzw. geschlagen werden.



Tipp: Es handelt sich hier um eine klassische "Quarktorte ohne Boden", die aber ganz einfach und umkompliziert einen Boden bekommen kann, wenn man eine Packung Löffelbiskuits in einem fest geschlossenen Gefrierbeutel mit der Nudelrolle zerkleinert und man diese Brösel in der gefetteten Form verteilt, bevor die Quarkmasse darauf kommt.

Im Originalrezept steht, dass man den Kuchen zum Auskühlen "auf das Gesicht" legen sollte. Der Grund erschließt sich mir nicht, und ich rate davon ab. Der Kuchen ist sehr schwer und könnte dabei zerstört werden.

Apfelkuchen nach Großmutters Art

Ein Apfelkuchen sollte es sein, in einer Kastenform, einfach und schnell gemacht. Wieder ein Rezept vom Chefkoch:

Apfelkuchen Großmutters Art

Nachdem mir der Teig so vertraut erschien und auch der fertige Kuchen mir "irgendwie" nicht ganz unbekannt vorkam, stellte ich fest, dass das Rezept fast identisch ist mit meinem eigenen Apfelkuchenrezept! Die Mengenangaben sind anders, und hier werden die Äpfel klein geschnippelt und mit dem Teig vermengt, ansonsten finde ich (fast) keinen Unterschied. Unkompliziert und lecker.

Nach dieser Anleitung zubereitet füllte der Teig eine Standard-Kastenform und zusätzlich eines von meinen Mini-Backblechen:

Charlotte mit Joghurtcreme



Wenn mir nicht Maren von ihrem geglückten Experiment erzählt hätte, wäre ich nie so mutig gewesen, das Rezept auszuprobieren, denn erstens hatte ich bisher ausgesprochen selten Biskuit gemacht, zweitens noch nie mit Gelatine gearbeitet!

Eigentlich hatte ich der Tochter an dieser Stelle nicht vorgreifen wollen, da sie auch einiges zu diesem Rezept zu sagen hat, aber ihr Bericht kommt später und wird dann hier verlinkt werden.

Wer keine Ahnung hat, was eine "Charlotte" ist (außer einem Mädchennamen), der gucke hier bei Wikipedia nach.

Ausgangsbasis war dieses Rezept.

Bereits beim Einkauf musste ich mich für eine andere Variante entscheiden, denn es gibt derzeit keine Blutorangen im Handel. Meine Wahl fiel ganz einfach auf "Saftorangen". Konfitüre namens "Himbeer-Blutorangen" war auch nicht im Sortiment. Himbeere? Hätte ich machen können, wollte aber dann doch die Kerne gern vermeiden und kaufte Brombeergeleee.

Und nun an die Arbeit:

Als Vorarbeit zuerst die Orangen geschält und filetiert (bzw. irgendwie das Fruchtfleisch von den Häuten befreit), was eine sehr safttriefende Angelegenheit ist und von vornherein über der Schüssel, in die das Fruchtfleisch kommt, gemacht werden sollte. Schüssel abgedeckt und bei Seite gestellt. Ran an den Teig:

Das ging ja gut los! Im Rezept steht "Eigelbe mit dem Wasser und dem Zucker dick-cremig schlagen." Hm, auf der Zutatenliste wird kein Wasser erwähnt, und ich habe fast keine Erfahrung mit Biskuit. Wasser ohne weiteres Nachdenken weggelassen. Dann wird der Zucker ein zweites Mal beim Eischnee erwähnt. Auf der Liste steht aber nur eine Gesamtmenge. Wohin denn nun damit? Ach, egal, wird ja doch schließlich eine Masse. Diese Masse aufs Backblech verteilt und in den Ofen geschoben. 10 Minuten Backzeit? Nicht in meinem Ofen, er braucht immer deutlich länger als angegeben. (Ein backofenspezifisches Problem, dass die Elektriker immer wieder abgestritten haben.)

Nach einer halben Stunde stürzte ich also den gebackenen Teig auf das angefeuchtete Geschirrtuch. Angefeuchtet ist extrem wichtig, sonst klebt der Teig dran fest! Ich war etwas irritiert und missgestimmt, da der gebackene "Biskuitteig" eher einem Rieseneierpfannkuchen denn einem Kuchen ähnelte. Fix das Brombeergelee (gut 1/2 Glas) darauf verteilt und zur Kamera gegriffen:



An dieser Stelle ist schnelles Handeln angezeigt, so bald dieses Backwerk abkühlt, lässt es sich nicht mehr aufrollen und zerbricht! Flugs mit Hilfe des Geschirrtuches eine Rolle fabriziert und auf ein, nein zwei (wegen der Länge der Rolle) Schneidebretter gelegt. Achtung: Brett anfeuchten, sonst klebt die Rolle auch daran fest.



An dieser Stelle wollte mich die Hoffnung auf ein gelungenes Machwerk bereits verlassen... Wie schön, dass ich weiter gemacht habe!

Meine große Glasschüssel mit Klarsichtfolie ausgekleidet. (Ich hasse Klarsichtfolie: zuerst lässt sie sich nicht von der Rolle abreißen, dann klebt alles zusammen...)



Weiter: Die Rolle in knapp fingerdicke Scheiben geschnitten und die Schüssel damit ausgelegt. Das wenigstens sah einigermaßen richtig aus:



Das weitere Vorgehen entsprach der Rezeptvorgabe und war völlig problemlos. (2 Päckchen Vanillezucker in der Creme waren zum Süßen ausreichend. Und da Sahne und Schmand praktisch aus Fett bestehen, habe ich fast fettfreien Joghurt genommen.) Auch der Umgang mit Gelatine gemäß Anleitung (sowohl im Rezept als auch auf der Verpackung) war von Erfolg gekrönt. Sahne für Dekorationszwecke habe ich keine abgeteilt, da das Meisterwerk ja für den nächsten Tag bestimmt war und die Deko dann bestimmt zusammen gefallen wäre.

Also die Creme in die Schüssel gefüllt und in den Kühlschrank gestellt.

Das Rezept für den Mürbeteigboden erschien mir, genau wie Maren, nicht Vertrauen erweckend. Ich habe mich also verselbständigt und meinen seit vielen Jahren erprobten Mürbeteig bereitet:

  • 180 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 80 g kalte Butter/Margarine
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
Backpapier rund in der Größe der Springform ausgeschnitten, den Teig in die Form gedrückt und bei ca. 200°C gebacken bis er goldgelb war. Den Boden abkühlen lassen und vom Backpapier auf einen Tortenteller befördert. (Hier geriet ich wieder ins Zweifeln, da mir der Boden wie ein harter Keks erschien. War aber am Ende alles genau richtig!)

Ein paar Stunden später die Schüssel mit der erkalteten Creme auf den Tortenboden gestürzt, die Schüssel noch drauf gelassen, ich traute dem Frieden nicht, obwohl sich der Inhalt samt Folie bereits von der Schüssel löste und seine Form behielt!) Das Experiment über Nacht in den Kühlschrank verbannt.

Am nächsten Tag die Schüssel entfernt:



Vorsichtig die Folie abgezogen:



Und mich gefreut. Hey, das sah doch schon gut aus:



Als Deko habe ich einfach einige kleine Baiser drumherum verteilt. Schnittfest war die Charlotte auch:



Und lecker!



Mittwoch, 11. März 2009

lecker.de

Ein neuer Link in der Liste. Die Seite habe ich nur kurz angesurft, könnte mir aber vorstellen, dass sie schön und nützlich ist, denn die Rezepte-Hefte kenne ich gut. Zuerst wollte ich sie sammeln, aber das wuchs mir doch recht schnell über den Kopf, denn so viel kann ich gar nicht kochen und backen, wie dort vorgeschlagen wird!

Dieses Blog schläft übrigens nicht, gut Ding will Weile haben! Da ich in Kürze einiges ausprobieren werde, kann es gut sein, dass bald etwas Neues kommt. Und: Alle Autoren haben nur sehr begrenzt Zeit, aber es wird bereits eifrig notiert und fotografiert. Also, liebe Leser, kommt bald einmal wieder!

Mittwoch, 4. März 2009

foodwatch

Thema "Warenkunde": Lest Euch mal das hier durch! Und dann die einzelnen Artikel zu den vorgestellten bzw. kritisierten Produkten... Hauptsächlich voller Zucker und Fett ist das ganze Zeugs!

Samstag, 21. Februar 2009

Bohnensuppe italienisch

Zugegeben, keine "echt italienische Bohnensuppe": Auf der Suche nach einem interessanten Rezept begegneten mir viele Variationen, und ich habe das draus gemacht, was mir lecker vorkam - und wofür keine exotischen Zutaten zu besorgen waren. Seltsam erschien mir allerdings, dass ich weiße Bohnen nur als "Halbfertigessen" in der Dose fand, ich hatte vor gehabt, mit getrockneten Bohnen zu beginnen.

Fast alle italienischen Rezepte enthielten außer Bohnen noch Tomaten, Nudeln, Kräuter und als "Topping" geriebenen Parmesan. Außerdem häufig noch Speck und Zwiebeln.

Meine Zutatenliste:

  • etwas Olivenöl
  • eine Dose weiße Bohnen mit Suppengemüse
  • eine Dose Tomaten
  • ein Päckchen Frühstücksspeck
  • zwei Zwiebeln
  • eine Knoblauchzehe
  • ein Esslöffel gehackter Oregano (TK)
  • zwei Zweiglein Rosmarin
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • italienische Hörnchennudeln
  • Parmesan
  • Dazu schmeckt: Ciabatta


Zubereitung:
Speck klein schneiden, Zwiebeln würfeln, Knoblauch hacken, alles in einen großen Topf mit einem kleinen Schuss Olivenöl geben und schmurgeln. Wenn die Zwiebeln glasig (nicht braun!) sind, die Bohnen (mit Flüssigkeit) und Tomaten drauf geben, durchrühren. Oregano, gehackten Rosmarin, Pfeffer und Salz dazu geben, gut verrühren und einmal heftig aufkochen lassen, zwei Handvoll italienische Hörnchennudeln unterrühren. Deckel drauf und bei schwacher Hitze 20 - 30 Minuten vor sich hin köcheln lassen.



Dann bleibt nur noch, beim Servieren geriebenen Parmesan drüber zu streuen und ein frisch aufgebackenes Ciabatta-Brötchen dazu zu reichen. Guten Appetit!

(Wenn man von der reinen Kochzeit absieht, dauert die Zubereitung weniger als 30 Minuten, also ein echter Tipp für ein schnelles Essen aus Sachen, die man leicht im Vorrat halten kann.)

Montag, 16. Februar 2009

Fanøkringle

Deshalb steht auf der Linkliste jetzt "Kogekunst". Erstmal nur festgehalten, übersetzt wird später.

Sonntag, 15. Februar 2009

Hackfleisch-Klösschen


Ich habe heute ein wenig mit Hackfleisch experimentiert. "Normale" Frikadellen oder Klöße kann wohl jeder - wenn nicht, bitte melden. Weil sie sehr lecker geschmeckt haben (und morgen schmecken werden), halte ich hier gleich mal fest, wie ich sie gemacht habe:

  • 500 g gemischtes Hack
  • 1 Scheibe frischer Vollkorntoast (nicht eingeweicht)
  • 1 Ei
  • 1/2 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 Esslöffel frischer Rosmarin, gehackt
  • 1 Esslöffel gehackte Petersilie (TK)
  • Pfeffer
  • Salz
  • ca. 1/3 Tube "Ortolino" (Tomaten-Gemüsepaste)
  • 3 Esslöffel geriebener Hartkäse "Grana Padano"
Alle Zutaten gut miteinander verkneten, zu Klößen formen, kurz in Mehl wälzen, in Olivenöl braten, bis sie knusprig-braun sind.

Oberlecker!

Samstag, 14. Februar 2009

Apfelkuchen (Familienrezept)


Das Foto machte Nina, als sie sich nach diesem Rezept zum ersten Mal im Ausland selber hatte einen Geburtstagskuchen backen müssen.

150 g Margarine mit 150 g Zucker schaumig schlagen.

Nach und nach 4 Eier unterrühren und die Masse mit Salz und abgeriebener Zitronenschale abschmecken. (Salz nehme ich nie, was hat Salz im Kuchen zu suchen? Zitronenschale kann ersetzt oder ergänzt werden durch Zitronensaft - notfalls "Plastikzitrone" - oder ein/zwei Päckchen Vanillezucker.)

(Längeres Rühren macht den Kuchen schön "fluffig".)

Dann 150 g Mehl, 50 g Mondamin (Maizena, Maisstärkepuder) und eine Messerspitze Backpulver zugeben. (Tipp: Wenn keine Maisstärke zur Hand ist, einfach stattdessen 200 g Mehl nehmen - gelingt auch ganz wunderbar!)

Eine Springform ausfetten und mit der Hälfte des Teiges füllen.

Hierauf kommen die Apfelstücke (Zimt und Zucker drüberstreuen, nach Lust und Laune auch Rosinen über die Apfelstücke verteilen). Apfelmenge = ca. 1 kg.

Der Rest des Teiges wird darüber gegossen (drauf verteilt, mit Löffel glattstreichen, der Rest verläuft beim Backen), evtl. mit gehackten Mandeln bestreuen.

Backen bei 200°C - 30 Minuten
Achtung: je nach Backofen unterschiedlich!!!
Unser Backofen braucht 225°C und 45-60 Minuten - einfach mal zwischendurch nachsehen, ob der Kuchen schon bräunlich ist.

Anmerkung: Für unser großes Backblech (ein Backblech mit hohen Seitenwänden) nehme ich immer die doppelte Menge, so wie oben ist es wirklich richtig für eine "normale" Tortenform von 26-28 cm Durchmesser.

Variante:
  • ca. 150 g Kokosraspel in den Teig rühren

Donnerstag, 12. Februar 2009

Lachs mit Zitronensoße auf Pasta

Ich kann's ja nicht lassen, schon beim Ausprobieren neuer Rezepte Eigenkreationen draus zu machen, irgendetwas ändere ich immer. So habe ich, da dieser Haushalt bekanntermaßen inzwischen ein kleiner geworden ist, zwei Fischfilets genommen und hatte somit Essen für zwei Tage. (Schmeckt auch in der Mikrowelle wieder aufgewärmt gut.) Gedacht ist pro Portion ein Stück Lachs, gute Erfahrung habe ich mit den Tiefkühlfilets von A**i gemacht (vor der Zubereitung auftauen lassen!) Wer frische Lachssteaks nimmt, muss zwangsläufig einen Arbeitsgang "enthäuten und entgräten" einfügen.

Das ursprüngliche italienische Rezept gibt die Zutaten für die Soße als ausreichend für vier Personen an, nach meiner Meinung ist sie genau richtig für zwei, also ggf. verdoppeln.

Natürlich werden unbehandelte Zitronen (hier der Mode folgend als "Bio-Zitronen" im Handel bezeichnet) voraus gesetzt.

Here we go:

  • 60 g Butter/Margarine (entspricht 6 gestrichenen Eßlöffeln)
  • knapp ein Glas trockener Weißwein (irgendwas um die 200 ml)
  • Prise Salz
  • ein paar Pfefferkörner
  • frischer Rosmarin (ich habe zwei Zweiglein mitgeschmurgelt und sie später heraus genommen)
  • eine Zitrone, in Scheiben geschnitten
Alles in einen großen, flachen Kochtopf oder eine Pfanne (mit Deckel!) geben, Fischfilets hinein legen, Deckel drauf und gut 10 - 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen. (Die Filets sind nicht unbedingt mit Flüssigkeit bedeckt, das ist so in Ordnung.)

Währenddessen zwei Zitronen abreiben, was ziemlich mühsam ist und ungefähr so lange dauert wie der Fisch zum Garen braucht.

Den Fisch aus dem Topf nehmen, abdecken und im Ofen warm halten. Zitronenscheiben und Rosmarin (falls als Zweige in dem Sud) gleich mit herausnehmen, auf den Fisch legen, dann alles zudecken, so kann sich das Aroma weiter entfalten.

Jetzt geht's zum Thema "zwei Töpfe managen":

In dem ersten Topf werden die Pasta gegart. Am besten nehmt Ihr "Penne", bedingt durch die Rillen kann man damit prima die Soße wegfuttern. Die Menge? Natürlich passend zum Hunger!

Für die Soße:
  • 1 EL Butter/Margarine
  • 1 EL Mehl
  • knapp ein Glas warme Milch
  • Saft von zwei Zitronen
  • abgeriebene Schale von zwei Zitronen
Schließlich: Kresse (gibt's hier in Pappschälchen zu kaufen)

In den zweiten Topf kommt während die Nudeln kochen die Butter/Margarine. Darin wird (wenn das Fett flüssig ist) das Mehl angeschwitzt und vorsichtig (Achtung, Klümpchengefahr) dann die vorher erwärmte Milch eingerührt. Ist dieser Soßengrundstoff (Bechamelsoße) gut gelungen und ganz glatt, kommen der Zitronensaft und die abgeriebene Zitronenschale hinzu. Außerdem 5 - 10 Eßlöffel von dem Fischsud. Das alles unter Umrühren aufkochen lassen.

Fertige Pasta abgießen, auffüllen, den Fisch auf die Pasta legen, von der Soße drüber geben. Und jetzt noch das geschmackliche Highlight: Kresse "ernten" und drüber verteilen.

Dazu passt dann übrigens ganz hervorragend der Weißwein, der sowieso gerade noch vom Kochen in der Küche steht!

Dienstag, 10. Februar 2009

Willkommen

Hier wird in Kürze unsere kleine Gemeinschaftsküche eröffnet!

Intern

Erwünscht sind Koch- und Backrezepte sowie alles, was thematisch um die Küche und ums Essen und Trinken kreist. Fotos sind sehr gern gesehen, bewährt hat sich hier die Einbindung aus picasa-Galerien, bei Fragen und Problemen stehe ich natürlich gern zur Verfügung.

Bitte aufpassen bei Rezepten aus dem Netz oder Druckwerken: Urheberrecht! Am besten aus der eigenen Erfahrung abgewandelte Rezepte incl. bewährter Tipps und Tricks aufschreiben, damit es "eigene Machwerke" sind.

Bei Layoutproblemen kann ich wohl ebenfalls helfen; ich meine, dass ich als Admin alles bearbeiten kann. Und: Das Gesamtlayout ist nicht unbedingt endgültig, Änderungen sind also vorbehalten...

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