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Donnerstag, 22. Mai 2014

Erdbeerdessert ganz einfach

Erdbeerzeit!


Eigentlich suchte ich nach Mascarpone, aber - Weltstadt Hamburg? - sie war im Supermarkt meines Stadtviertels nicht vorhanden.

Also verrührte ich 40%igen Quark mit Vollmilchjoghurt etwa zu gleichen Teilen, der Süße halber - und weil ich weiterhin ohne Zusatz von raffiniertem Zucker meine Speisen zubereite - vermengte ich diese Creme mit ca. 2 TL Erdbeermarmelade (der aus dem Reformhaus, hergestellt nur mit Früchten und Fruchtsäften).

Erdbeeren - gewaschen und klein geschnippelt, ist klar - in die Schale, Quarkcreme drüber gegeben. Dann, als optisches sowie geschmackliches Highlight: Schokolade!

Nein, keine normale Schoki. Hier gibt es bekanntlich die Möglichkeit, auf Schokolade mit Stevia auzuweichen.

Schokolade mit dem Messer grob gehackt und drüber gegeben. Fertig.

Zwecks Aroma-Entwicklung etwa eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen!


Montag, 2. Januar 2012

Mascarpone-Dessert

Am interessantesten von unserem Weihnachtsmenü dürfte das Dessert gewesen sein. Nachdem ich gefühlte hundert Rezepte beim Chefkoch durchstöbert und weitere Tipps am Arbeitsplatz erhalten hatte, gab es eine Eigenkreation:

  • 2 Becher à 500 g Mascarpone
  • 1 großer Vollmilch-Naturjoghurt 500 g (anstatt der meist angegebenen Sahne)
  • 1/2 Paket Puderzucker
  • ein Rest Eierlikör, damit die Flasche vom letzten Kuchenbackanfall endlich leer wird
  • 2 Pk. Vanillezucker
  • 2 Pakete TK-Waldfrüchte
  • 2 Packungen (besser sind 3, weiß ich jetzt) Schoko-Cookies

Mascarpone, Joghurt, Zucker, Vanillezucker, Likör wurden mittels der Küchenmaschine lang und heftig miteinander ver- und geschlagen. Dann musste die größte Auflaufform herhalten für das Schichtdessert:

1. Lage: Cookies
2. Lage: der Inhalt des ersten Paketes TK-Früchte, noch gefroren
3. Lage: die Hälfte Mascarpone-Creme

Lagen 4, 5, und 6 wie die ersten drei.

Deckel drauf und 24 Stunden ab in den Kühlschrank.

Das Ergebnis war so lecker, dass keine Zeit für ein Foto blieb. Empfehlenswert!

Donnerstag, 28. Mai 2009

Erdbeer-Joghurt-Torte

Ein Experiment, das ich gemacht habe, weil Maren mir andauernd erzählt hatte, welche Kunstwerke sie zu Stande bringt - danke für die Idee!

Zutaten für den Tortenboden:
  • 4 Eier
  • 75 g Zucker
  • 75 g Mehl
  • 50 g Maisstärke
  • 4 EL Wasser
Zutaten (bitte alle rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, sie sollten zimmerwarm sein) für den Belag:

  • 500 g Naturjoghurt (in diesem Falle mit 0,3 % Fett)
  • zwei "normale" Becher Erdbeerjoghurt (weil ich den Belag schön rosa haben wollte)
  • Gelatine passend zur gewünschten Menge Flüssigkeit
  • 1 kg frische Erdbeeren
  • ca. 1 1/2 EL Zucker
  • 2 EL Marmelade (ich habe Waldbeeren genommen)
Verfahren bin ich dann folgendermaßen:

Eier getrennt, Eiweiß zu Schnee geschlagen.

Eigelb verrührt mit Zucker, Mehl, Stärke und den 4 EL kaltem Wasser (das Wasser ist wichtig, sonst wird's so eine Art Pfannkuchenteig!).

Eine Springform ganz leicht gefettet (damit sich später alles gut aus der Form löst). Den Teig in die Form gefüllt und bei ca. 220°C etwa 20 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen habe ich zwei Eßlöffel Marmelade auf dem Teig verstrichen. Mit dieser Schicht wollte ich den Biskuitboden (sehr gut gelungen!) sozusagen "versiegeln", damit der Guß nachher nicht den Boden durchweicht. Dann alles eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt.

Während der Tortenboden backte, habe ich die Erdbeeren gewaschen, geputzt und mit ungefähr eineinhalb Eßlöffeln Zucker versehen. Deckel drauf und erstmal stehen gelassen.

Nun die Gelatine eingeweicht. Beide Joghurtsorten in die Rührschüssel gegeben und geschlagen. Gelatine erwärmt, dann mit ein bisschen Joghurt vermengt und die entstandene Flüssigkeit unter Rühren in die Schüssel geschüttet. Als alles gut durchgeschlagen war, die Erdbeeren zugegeben und (ich wollte kein Püree haben) mit einem großen Löffel untergehoben.

Tortenform mit Boden aus dem Kühlschrank genommen, die Erdbeer-Joghurt-Masse darauf verteilt und alles zurück in den Kühlschrank gestellt.

Am nächsten Abend hatte ich eine wunderbar schnittfeste und fruchtig-frische Torte:



Vorteile: So gut wie fettfrei, fast zuckerfrei und sehr gesund! Obwohl leicht, sehr sättigend. Ideal zum sommerlichen Kaffeetrinken.

Es ist ein sehr variables Rezept, der Phantasie sind so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Übrigens mein zweiter Versuch mit Gelatine, und auch sofort wieder gelungen!

Sonntag, 15. März 2009

Charlotte mit Joghurtcreme



Wenn mir nicht Maren von ihrem geglückten Experiment erzählt hätte, wäre ich nie so mutig gewesen, das Rezept auszuprobieren, denn erstens hatte ich bisher ausgesprochen selten Biskuit gemacht, zweitens noch nie mit Gelatine gearbeitet!

Eigentlich hatte ich der Tochter an dieser Stelle nicht vorgreifen wollen, da sie auch einiges zu diesem Rezept zu sagen hat, aber ihr Bericht kommt später und wird dann hier verlinkt werden.

Wer keine Ahnung hat, was eine "Charlotte" ist (außer einem Mädchennamen), der gucke hier bei Wikipedia nach.

Ausgangsbasis war dieses Rezept.

Bereits beim Einkauf musste ich mich für eine andere Variante entscheiden, denn es gibt derzeit keine Blutorangen im Handel. Meine Wahl fiel ganz einfach auf "Saftorangen". Konfitüre namens "Himbeer-Blutorangen" war auch nicht im Sortiment. Himbeere? Hätte ich machen können, wollte aber dann doch die Kerne gern vermeiden und kaufte Brombeergeleee.

Und nun an die Arbeit:

Als Vorarbeit zuerst die Orangen geschält und filetiert (bzw. irgendwie das Fruchtfleisch von den Häuten befreit), was eine sehr safttriefende Angelegenheit ist und von vornherein über der Schüssel, in die das Fruchtfleisch kommt, gemacht werden sollte. Schüssel abgedeckt und bei Seite gestellt. Ran an den Teig:

Das ging ja gut los! Im Rezept steht "Eigelbe mit dem Wasser und dem Zucker dick-cremig schlagen." Hm, auf der Zutatenliste wird kein Wasser erwähnt, und ich habe fast keine Erfahrung mit Biskuit. Wasser ohne weiteres Nachdenken weggelassen. Dann wird der Zucker ein zweites Mal beim Eischnee erwähnt. Auf der Liste steht aber nur eine Gesamtmenge. Wohin denn nun damit? Ach, egal, wird ja doch schließlich eine Masse. Diese Masse aufs Backblech verteilt und in den Ofen geschoben. 10 Minuten Backzeit? Nicht in meinem Ofen, er braucht immer deutlich länger als angegeben. (Ein backofenspezifisches Problem, dass die Elektriker immer wieder abgestritten haben.)

Nach einer halben Stunde stürzte ich also den gebackenen Teig auf das angefeuchtete Geschirrtuch. Angefeuchtet ist extrem wichtig, sonst klebt der Teig dran fest! Ich war etwas irritiert und missgestimmt, da der gebackene "Biskuitteig" eher einem Rieseneierpfannkuchen denn einem Kuchen ähnelte. Fix das Brombeergelee (gut 1/2 Glas) darauf verteilt und zur Kamera gegriffen:



An dieser Stelle ist schnelles Handeln angezeigt, so bald dieses Backwerk abkühlt, lässt es sich nicht mehr aufrollen und zerbricht! Flugs mit Hilfe des Geschirrtuches eine Rolle fabriziert und auf ein, nein zwei (wegen der Länge der Rolle) Schneidebretter gelegt. Achtung: Brett anfeuchten, sonst klebt die Rolle auch daran fest.



An dieser Stelle wollte mich die Hoffnung auf ein gelungenes Machwerk bereits verlassen... Wie schön, dass ich weiter gemacht habe!

Meine große Glasschüssel mit Klarsichtfolie ausgekleidet. (Ich hasse Klarsichtfolie: zuerst lässt sie sich nicht von der Rolle abreißen, dann klebt alles zusammen...)



Weiter: Die Rolle in knapp fingerdicke Scheiben geschnitten und die Schüssel damit ausgelegt. Das wenigstens sah einigermaßen richtig aus:



Das weitere Vorgehen entsprach der Rezeptvorgabe und war völlig problemlos. (2 Päckchen Vanillezucker in der Creme waren zum Süßen ausreichend. Und da Sahne und Schmand praktisch aus Fett bestehen, habe ich fast fettfreien Joghurt genommen.) Auch der Umgang mit Gelatine gemäß Anleitung (sowohl im Rezept als auch auf der Verpackung) war von Erfolg gekrönt. Sahne für Dekorationszwecke habe ich keine abgeteilt, da das Meisterwerk ja für den nächsten Tag bestimmt war und die Deko dann bestimmt zusammen gefallen wäre.

Also die Creme in die Schüssel gefüllt und in den Kühlschrank gestellt.

Das Rezept für den Mürbeteigboden erschien mir, genau wie Maren, nicht Vertrauen erweckend. Ich habe mich also verselbständigt und meinen seit vielen Jahren erprobten Mürbeteig bereitet:

  • 180 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 80 g kalte Butter/Margarine
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
Backpapier rund in der Größe der Springform ausgeschnitten, den Teig in die Form gedrückt und bei ca. 200°C gebacken bis er goldgelb war. Den Boden abkühlen lassen und vom Backpapier auf einen Tortenteller befördert. (Hier geriet ich wieder ins Zweifeln, da mir der Boden wie ein harter Keks erschien. War aber am Ende alles genau richtig!)

Ein paar Stunden später die Schüssel mit der erkalteten Creme auf den Tortenboden gestürzt, die Schüssel noch drauf gelassen, ich traute dem Frieden nicht, obwohl sich der Inhalt samt Folie bereits von der Schüssel löste und seine Form behielt!) Das Experiment über Nacht in den Kühlschrank verbannt.

Am nächsten Tag die Schüssel entfernt:



Vorsichtig die Folie abgezogen:



Und mich gefreut. Hey, das sah doch schon gut aus:



Als Deko habe ich einfach einige kleine Baiser drumherum verteilt. Schnittfest war die Charlotte auch:



Und lecker!