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Samstag, 3. April 2010

Bagnomaria

Ein Wasserbad also.

Mein Bestreben war (und ist), die Schokoladentorte für morgen zu backen. Grund genug, das Rezept auf deutsch hier endlich online zu stellen :))

Wie im Rezept beschrieben, braucht es ein Wasserbad für Fett und Schokolade - kein Problem. Dachte ich. Während ich so herum werkelte und das Wasser heiß wurde, fiel mein Blick "so nebenbei" auf den Kochtopf:



Bei näherer Überprüfung stellte sich heraus, dass aus dem Glas (Jenaer Einweckglas!) der Boden komplett heraus gefallen war! Sieht lecker aus, nicht wahr?

So blieb mir nicht viel anderes übrig, denn dieses war mein einziges wasserbadfähiges Gefäß, als das Fett so in den Teig zu rühren und die Schokolade mit Hilfe meiner Küchenmaschine sehr fein zu raspeln und drunter zu rühren in der Hoffnung, der heiße Backofen möge es schon richten. (Glücklicherweise hat die kluge Hausfrau ja immer mehr Zutaten im Hause als eigentlich erforderlich...)

Als denn der Kuchen fast fertig gebacken war, fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, das Kakaopulver in den Teig zu geben.

Heute scheint der Tag der Missgeschicke zu sein, aber das ist eine andere Geschichte.

Sonntag, 12. Juli 2009

Hammer und Meißel gefällig?

Wie schön, dass ich vor dem "offiziellen Auftritt" eines neuen Gebäcks erstmal einen Testlauf mache! Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, eine "crostata di mandorle" zu machen, das Rezept fand ich in "Langenscheidts Sprachkalender italienisch", dürfte aber diesem hier entsprechen. Missverständnisse bei der Übersetzung sind ausgeschlossen, da der Sprachkalender auf der Rückseite des Blattes die deutsche Version abgedruckt hat!

Etwas skeptisch war ich schon, denn es ist ein Mürbeteig ohne jede Spur von Fett! Entsprechend wurde die Mischung aus gemahlenen Mandeln, Mehl, Zucker und Eiweiß plus einem Ei in der Küchenmaschine zu einem einzigen Krümelberg! Ausgekippt und die Hände angefeuchtet, denn so eine Eiweißgeschichte ist immer sehr klebrig. Irgendwann hatte ich denn einen "Knetklumpen", bei dem ich dann doch nicht umhin kam, ihn unter Zuhilfenahme von Mehl auszurollen, denn am Nudelholz klebten ständig Teigteilchen.

So langsam stieg mein Frustfaktor an... Zwei Teigplatten ausgerollt, passend ausgeschnitten, eine in die Form gelegt, die Mandel-Eigelb-Zucker-Füllung darauf verteilt, die zweite Teigplatte drüber gepackt, die Ränder zusammen gedrückt, den Rest Teig zur Verzierung genommen und ab in den Ofen damit!

Während des Backens durchzog ein leckerer Duft nach Zimt und Zitrone meine Wohnung, und ich fasste wieder Mut. Am nächsten Tag nahm ich den Kuchen mit zur Nonna, die als Testkandidatin mit herhalten musste.

Bereits beim Aufschneiden zeigte sich, dass wir es hier mit einem Gebäck zu tun hatten, das ernsthaft die Zähne in Gefahr brachte! Der Kuchen schmeckt ganz gut, die Füllung ist okay, aber Boden und Deckel der Torte hart... uiuiui.

Nie wieder ein Mürbeteig ohne Fett!

Ich hatte zwar den Herstellungsprozess ausführlich fotografisch dokumentiert, halte es aber für nutzlos, unter diesen Umständen die Bilder hier einzustellen. Also nur eines gleich nach dem Anschnitt:



Sieht schon gut aus, aber es fällt auch auf, dass die Form spiegelblank und trocken ist, keine Gefahr des Festklebens!

Ich empfehle, ein normales Mürbeteig-Grundrezept zu nehmen, evtl. ein wenig gemahlene Mandeln zuzufügen, die Füllung "Original" zu nehmen und vielleicht eine Haube aus Eischnee zu machen. (Schließlich muss ja das Eiweiß auch irgendwie verbraucht werden.)

Mein nächster Crostata-Test wird ein anderer sein.