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Samstag, 15. September 2012

Nero d'Avola - Merlot

Oder: Weinprobe.
Gemeint ist natürlich ganz einfach, dass ich einen neuen Wein probiere.

Das Töchterlein und ich trinken gern einen trockenen Rotwein, zum Beispiel den sizilianischen "Nero d'Avola".

Seit sechs Wochen lebe ich so konsequent wie möglich zuckerfrei, was mir außerordentlich gut bekommt, ich fühle mich gesünder und energiegeladener als vorher. Da ich aber auch gern von Zeit zu Zeit ein Glas Wein trinke, habe ich mich kürzlich informiert und zu meiner Freude festgestellt, dass etwas trockener Wein sogar den Blutzuckerspiegel senkt!

Kürzlich stand ich im neu organisierten/umgeräumten Discounter und fand eine reichhaltige Auswahl an Wein vor, allerdings nur wenig, was mir zusagte. Schließlich fiel meine Wahl auf diesen:


So recht weiß ich nicht, was ich von dieser Doppelbezeichnung (Nero d'Avola - Merlot) halten soll, ich vermute eine Mischung aus zwei Traubensorten. Der Geschmack könnte das bestätigen: Nicht so fruchtig und schwer wie der Nero d'Avola normalerweise ist, man kann ihn trinken, er ist aber insgesamt nicht recht überzeugend.

Wahrscheinlich kein Wein, den ich kaufen werde, wenn's Töchterlein das nächste Mal nach Hause kommt.

Montag, 13. August 2012

Zuckerfrei

Nun muss ich auf ärztliche Anordnung hin die nächsten drei Monate zuckerfrei leben - bis zur nächsten Laborkontrolle. Blutzuckerwert war letztens grenzwertig.

Kein Problem.
Kein Problem???

Lieblingsfruchtjoghurts enthalten 18 - 25 % Zucker. Selbst die fettreduzierten sind Zuckerbomben.
Kein Dessert.
Keine Marmelade aufs Frischkäsebrötchen.
Lieblingsmüsli - weg.
Kein Keks als schneller Energiebooster.
Der gekochte Schinken, von dem ich überzeugt war, er sei hochwertig, enthält Glucose!
Im Gefrierschrank liegt gerade ein neuer Vorrat Eis.

Ich verteile ringsum die Lebensmittel, die ich "aus den Augen, aus dem Sinn" haben möchte. So weit, so ungut.

Meine normalen Lebensmittel sind einwandfrei, aber: Nichts Süßes hinterher? Ich bin ein wenig unruhig, so stelle ich mir Entzugserscheinungen vor. Obwohl ich satt bin, hat irgendetwas in mir Dauerhunger.

Na ja,  vielleicht nehme ich bei dieser Zwangsdiät wenigstens ein bisschen ab. Drei Monate als Zwischenziel...

Sonntag, 25. März 2012

Flapjacks

Der Begriff "Flapjack" bezeichnet im amerikanischen Sprachraum Pfannkuchen, im britischen Umfeld haben wir es mit einer Art Hafermüsliriegel/Haferkeks zu tun. Warum Rezepte für dieses Gebäck hier so wenig populär sind, verstehe ich nicht, denn immerhin finden doch offenbar alle Arten von Müsli- und Energieriegeln reißenden Absatz.

Haferflocken habe ich praktisch immer im Hause, angemessenen Ersatz für den "golden syrup" fand ich dann ja auch.

Ersatz

Nun geht es beim Nacharbeiten ausländischer Rezepte ja um mehr als eine reine Übersetzung, oft beinhaltet die Zutatenliste gar abenteuerliche Dinge, die im heimischen Supermarkt nicht oder nicht einfach zu finden sind.

In meinem schon jetzt heißgeliebten britischen Rezeptbuch ist recht häufig "self-raising flour" bzw. "plain flour" genannt. Das ist eine der leichteren Übungen: "Plain" ist nämlich das, was hier üblicherweise zu bekommen ist. Bei "self-raising" hilft die kluge Hausfrau nach und gibt ihrem Mehl ganz einfach die passende Menge Backpulver hinzu. Da hierzulande die Backpulvertütchen immer für 500 g Mehl reichen sollen, eine Sache des Rechnens und/oder der Erfahrung.

Weiter geht es mit den Zuckersorten: "Caster sugar" scheint unserem weißen Haushaltszucker nahe zu kommen, ist vielleicht feiner, lässt sich aber immerhin mit gewöhnlichem Zucker ersetzen.

Nun wird es etwas schwieriger: "Dark muscovado sugar" und "light muscovado sugar" scheinen Rohrzucker zu entsprechen. Die dunkle Variante fand ich in der Bio-Abteilung meines Supermarktes, die helle in der Reformhaus-Abteilung des Drogeriemarktes. Diesen Zucker sollte man nicht unbedingt mit weißem Haushaltszucker ersetzen, da der Rohrzucker seine ganz eigene Geschmackskomponente mitbringt, auf die es in manchen Rezepten durchaus ankommt.

Im britischen Sprachraum scheint "Golden Syrup" in jeden Haushalt zu gehören, oder wie lässt sich das außerordentlich häufige Vorkommen in den Rezepten erklären? Ich überlegte, ihn mit Honig zu ersetzen, fand dann jedoch - ebenfalls in der Bio-Abteilung von R*w* - Zuckerrübensirup, den ich als Ersatz nahm.



Nun mag der geneigte Leser mich auf "bestellen via Internet" hinweisen, sicherlich, es lässt sich alles "original" bekommen, aber wenn ich backen und experimentieren möchte, habe ich keine Lust, mir die Zutaten per teurem Versand zu ordern und Tage zu warten.

Dienstag, 7. Februar 2012

Grande Mercato - ein Jahr später

Es ist fast ein Jahr her, dass ich dem italienischen Supermarkt einen Besuch abgestattet habe - es ist für mich nicht eben leicht, hinzukommen.

Wichtig ist, dass man annähernd genau weiß, was gebraucht wird, um dem riesigen Angebot nicht hilflos ausgeliefert zu sein.

Faszinierend ist die unglaubliche Auswahl an Pasta:



Nun mache ich weder Werbung für den Hersteller dieser abgebildeten Produkte, noch sind das die einzigen... Zwei lange Regalstraßen, also vier Reihen, gibt es Pasta jeder Form, Farbe oder Herkunft.



Die "Mutti"-Soßen sind lecker und praktisch, bis auf den Namen allerdings völlig unspektakulär. Mit dem Olivenöl verhält es sich schon anders. Ich habe es als Geschenk für LaNonna gekauft, sie kennt sich mit italienischem Olivenöl sehr gut aus und weiß es gewisslich zu schätzen.



Hier kommt der (hoffentlich!) siebente Himmel für Kaffeetanten! Kaffee ist teuer geworden, das gilt auch für den fast überall erhältlichen Lieblings-Lavazza. Sehr viel Auswahl gibt es in normalen Supermärkten nicht, und hier habe ich dann zugegriffen und mir bisher unbekannte Sorten "geschnäppt" in der Hoffnung, leckere Sorten gefunden zu haben...



Für diese hier würde ich gegebenenfalls jederzeit Werbung machen: Die weltbesten Oliven. Entsteint und in (Salz-)Wasser eingelegt. Nix drin, nix dran, aber einfach lecker!

Nun war das keine reine Einkaufstour sondern ein rundum gelungener Tag in bester Gesellschaft, angefangen mit dem Bistrobesuch über die Weinprobe bis hin zur abendlichen gemütlichen Runde.

Samstag, 3. September 2011

Äpfel

Wir haben Apfel-Erntezeit, oder etwa nicht? Da ich dem Apfelangebot in letzter Zeit nichts abgewinnen konnte und ich prinzipiell nicht mehr gewillt bin, Äpfel aus Neuseeland zu kaufen (obwohl diese "Braeburn" häufig die einzigen wohlschmeckenden mit nicht allzu dicker Schale waren), freute ich mich über die Ausschilderung im Discounter "Neue Ernte - Bio-Äpfel aus Deutschland". Aber ratet, was fand ich unter diesem Schild? Genau. Eine Kleinstpackung mit vier Äpfelchen "Braeburn aus Neuseeland."

Später besuchte ich den zweiten Supermarkt hier und besah mir das Apfelangebot genauer: Neuseeland, Spanien, Italien. Nicht ein einziger ehrlicher deutscher Apfel! Und weil ich mir inzwischen Appetit "angeguckt" hatte, nahm ich, was wohl... den Beutel italienischer Äpfel. Name = Gala Royal. Die heißen sowieso jetzt alle gleich, egal wohler sie stammen.

Früher war bestimmt nicht alles besser, aber ich wünsche mir zurück: Ingrid Marie, Jonathan, Cox Orange, Boskop. Und zwar als ganz normales Supermarktangebot.

Mittwoch, 9. März 2011

Pangasius

Meine Notiz drüben, dort werden mehr Leser erreicht.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Il Frantolio

Wenn ich auch im Moment nicht so viel koche und backe, so kann ich doch wenigstens meine italienischen Köstlichkeiten einmal vorstellen.

Den Anfang macht Il Frantolio "Trisole", ein Olivenöl, das mir die Cousine von Ihrer Reise nach Apulien mitgebracht hat.



Sie hatte vor Ort an einer Führung mit Vortrag durch die Ölmühle nebst Verkostung teilgenommen und mir deshalb dieses Souvenir geschenkt.

Ein Olivenöl mit Verschlusskorken wie eine Weinflasche nebst beigefügtem "Stöpsel". Ich habe mir gerade einen Salat damit bereitet und befürchte, über den Geschmack vielleicht nichts sagen zu können... Banause? Jedenfalls noch nie probiert, verschiedene Öle am Geschmack zu beurteilen. Bisher war immer wichtig, dass es einfach nach nichts schmeckt! Aber ich bin lernfähig.

Il frantolio

Sonntag, 11. April 2010

Ricotta, Parmesan und eine Reibe

Dieses ist teilweise ein Nachtrag zum Spinatlasagne-Rezept.

Wie man unschwer erkennen kann, führt unser Supermarkt seit kurzem wieder Ricotta! Da hatte ich natürlich "sicherheitshalber" sofort zugegriffen und auf die nächste Gelegenheit gewartet, um die Lasagne noch einmal machen zu können. Heute war es so weit... Als Nachtrag zum Rezept bleibt anzumerken, dass ich zusätzlich zum Ricotta noch ca. 100 g Frischkäse genommen hatte, und eine Schicht mehr Lasagneplatten habe ich auch verarbeitet. Die Menge der Tomatensoße (1 Glas plus ein halbes Paket passierte Tomate) ist auf jeden Fall auch dafür immer noch ausreichend, auch wenn es zunächst nicht so aussieht. Das Ergebnis: lecker!



Der R*w*-Supermarkt hatte noch einiges mehr an italienischen Dingen zu bieten, unter anderem eine Schachtel mit Parmigiano, der gleich die passende Reibe mitbrachte, man sieht sie hier vorne im Bild. Ich habe sie heute zum ersten Mal ausprobiert und bin ausgesprochen angetan, ich erhalte damit den perfekten parmigiano grattugiato! Die Reibe ist allerdings so scharf, sie wollte gleich meinen Finger mit zerkleinern (autsch)!

Außerdem gibt es zwei Sorten Mascarpone, den habe ich vorerst im Supermarktregal gelassen, muss dafür erst einmal auf Rezeptsuche gehen.

Montag, 15. März 2010

BASF-Kartoffeln bald auch für uns?

Zugegeben, die Überschrift soll provozieren!

Während einerseits die gute, alte "Linda" wieder auf den Markt kommt, hat andererseits BASF nach 13 Jahren Bürokratie die Zulassung für "Amflora" bekommen.

"Amflora" ist nicht primär für die menschliche Ernährung gedacht - sondern für die Herstellung von Kleister. Jedoch wurde (vorsichtshalber?) gleich auch die Zulassung als Nahrungsmittel mit betrieben.

Erklärungen gibt es bei Greenpeace hier und hier sowie im Greenpeace-Blog.

Bedenklich finde ich, dass es u.U. zu ungewollter Durchmischung mit normalen Kartoffeln kommen kann - die Antibiotika-Resistenz-Gene möchte ich nicht verspeisen. Und völlig überflüssig ist die BASF-Kartoffel sogar für die Industrie, da es mittlerweile nicht-genmanipulierte Züchtungen gibt, die den begehrten Kleber ebenso produziert. (Kartoffeln für Kleister klingt für mich übrigens nach Häresie!)

Gegen die BASF-Kartoffel - für Linda!

Sonntag, 7. Februar 2010

BioBio-Honig

BioBio ist eine Bio-Lebensmittelmarke des Plus-Discounters. Der in Hamburg-Harburg ansässige Laden wurde im Herbst zu "Netto", scheint aber einige Artikel von "Plus" im Sortiment behalten zu haben. Selten kaufe ich dort ein, aber manchmal liegt er bei meinen Besorgungen auf dem Weg.

Da ich derzeit für meine Verhältnisse riesige Mengen an diversen Kräutertees in mich hinein schütte, süße ich ihn mit Honig. (Am liebsten trinke ich alle Tees "pur", was aber bei hustengeschädigtem Hals eher "kratzig" ist. Zucker im Tee ist meist ein No-Go für mich.)

Weil mein letztes Honigglas fast fünf Jahre bis zur Leerung brauchte, suchte ich eine kleinere Abpackung und wurde in obigem BioBio-Sortiment fündig.



Ich hatte die Wahl zwischen einer Sorte aus Brasilien, einer aus Kenia und diesem Honig aus Ungarn. Der Geschmack dieses Honigs im Tee ist in Ordnung, und er gibt dem Tee ein sanft-cremiges Gefühl.

Was mich stört, ist eher, dass hier Sorten angeboten werden, die irre lange Transportwege hinter sich haben! Bio-Bio bedeutet bei diesem Vermarkter folgendes:

  • Ausreichender Mindestabstand der Bienenstöcke (mind. 3 km) zu landwirtschaftlichen Intensivkulturen, Industriegebieten oder Autobahnen
  • Bienenkästen werden nicht mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt
  • schonende Verarbeitung des Honigs
Quelle: Plus-online
Auf dieser Seite werden weitere Sorten aus extrem weit entfernten Ländern gezeigt!

Hier kann man gut erkennen, dass "Bio" nicht zugleich auch "Öko" bedeutet, bei der ökologischen Landwirtschaft geht es auch darum, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Es sträuben sich mir sämtliche Nackenhaare, wenn ich mir vorstelle, wie viel Energie verbraucht wird, wenn Honig ein Mal rund um den Globus transportiert wird!

Da ich nun nicht unbedingt für ein kleines Glas Honig lange Wege durch mehrere Geschäfte mache, entschied ich mich, wenigstens ein Produkt aus Europa zu kaufen und habe nur ein halb schlechtes Gewissen. Trotzdem stehen natürlich die Produkte aus Afrika und Südamerika weiterhin im selben Verkaufsregal und werden ihre Abnehmer finden.

Samstag, 12. September 2009

Stangenbrot mit Sonnenblumenkernen

Dieses Rezept liest sich ganz einfach, und das Foto macht mächtig Appetit!

Zuerst war mir wichtig, herauszufinden, welche Mehlsorten gemeint sein könnten bzw. welche Entsprechung wir hier in Deutschland haben.

Wikipedia deutsch
Wikipedia italienisch

"Farina di grano tenero" bedeutet "Weichweizenmehl" der italienischen Type "0", das müsste am besten unserem gängigen Weizenmehl der Type 405 entsprechen.

"Semola di gran duro" ist Hartweizengrieß.

"Grano saraceno" heißt Buchweizen.

Sollte also mein heimischer Supermarkt Buchweizen führen, steht einem Experiment nichts im Wege. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Update: Drei Mal dürft Ihr raten, was ich gerade (um Mitternacht!) im Ofen habe. Und wenn es gelingt, ist es einen neuen Beitrag wert, denn ich musste mächtig improvisieren.

Mittwoch, 4. März 2009

foodwatch

Thema "Warenkunde": Lest Euch mal das hier durch! Und dann die einzelnen Artikel zu den vorgestellten bzw. kritisierten Produkten... Hauptsächlich voller Zucker und Fett ist das ganze Zeugs!