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Freitag, 12. Januar 2018

Grauer Burgunder

Heute mal wieder etwas über Wein, aus gegebenem Anlass sozusagen.

Nach wochenlanger Krankheit zurück im Büro überreichte mir meine Chefdame gestern "meine" Weihnachtstüte. Diese Wundertüte (dieses Mal ein Stoffbeutel mit Firmenlogo) stellt mein Chef jedes Jahr höchstpersönlich zusammen, versieht sie mit Nummern, dann werden Lose gezogen. Für mich dann vermutlich meine Kollegin. Diese Wundertüten bestehen/ bestanden zunächst aus Werbegeschenken, die wir in der Adventszeit erhalten, jedoch werden diese Liebesgaben von Jahr zu Jahr weniger, so dass mein Chef sie dann ergänzt. Kalender, Feuerzeuge, Stifte, Kleinkram und Alkoholika.

In meiner Tasche war eine Flasche Weißwein, den ich natürlich umgehend öffnen und kosten musste.. (Zuhause, nicht im Büro!)



Die Fotos sind Handy-Schnellschüsse und erheben keinen Anspruch auf Genialität.

Dieser Wein, und Grauburgunder kann manchmal auch echt fies penetrant schmecken, ist sehr, sehr lecker! Deshalb habe ich mal den Barcode gescannt und damit mehr über das Produkt gefunden.

Mit den angegebenen Euro 6,50 liegt er ja noch im Rahmen, so man denn weiß, dass es ein wirklich leckeres Tröpfchen ist.

Mittwoch, 15. November 2017

Bio-Chianti aus dem Drogeriemarkt

Ich weiß, ich weiß, ich habe hier lange nichts hinterlassen. Grund ist, dass ich wenig experimentierfreudig war in den letzten Monaten oder bei Experimenten keine besonderen kulinarischen Genüsse hervorzaubern konnte.

Heute mal wieder etwas über Wein. Rotwein, den ich während der dunklen Monate zu bevorzugen scheine.


Unser "Budni"-Drogeriemarkt führt Weine mit dem Bio-Siegel. Den einen oder anderen habe ich in der Vergangenheit probiert, einen Rosé und einen spanischen Merlot-Navarra-irgendwas. Beide konnten mich nicht überzeugen und kamen irgendwie wässrig rüber.

Nun also ein Chianti, der sich als Bio-Wein ausgibt und für einen "normalen Alltagswein" vergleichsweise teuer daherkommt mit Euro 6,99.



Leider kann er mich nicht überzeugen. Ich bin kein Weinkenner, merke aber ja, was mir schmeckt! Er kann nichtmithalten mit den bisher getesteten Weinen von REWE (ein Merlot aus Frankreich, ein Cabernet-Sauvignon aus dem Veneto), die ungefähr für den halben Preis zu haben sind. (Gebe ich das gleiche Geld bei Aldi aus, bekomme ich einen Spitzenwein...)

Wenig Aroma, etwas mehr Halskratzen. Schade.

Freitag, 13. Januar 2017

Wein von Aldi und anderswo

Ich trinke ganz gern mal Wein, tendenziell im Sommerhalbjahr weißen/rosé, im Winterhalbjahr roten. Aber das ist kein Gesetz, so hatte ich letztens das Vergnügen, mit dem Töchterlein auch leckere weiße Weine zu "verkosten."

Bisher blieb ich bei meinem "Alltagswein" unterhalb eines bestimmten Preislimits, damit der Spaß mir nicht finanziell zu aufwändig würde. Das machte es aber schwierig, noch eine leckere Auswahl zu haben, vieles unter 5,00 Euro ist schon so, dass man sich fragt: "Brauche ich den wirklich?" Hinzu kommt das eingeschränkte Angebot meines loklen REWE - sozialer Brennpunkt gleich nebenan, da ist die Klientel nicht unbedingt sehr anspruchsvoll. (Manche Weine schmecken in einem Jahr sehr lecker, die neuere Ernte/Produktion lässt dann stark nach, dann wird auch mal ein Wein mit einer anderen Traubensorte gemischt, was mir häufig nicht so sehr schmeckt...)

Jedenfalls machte es in der letzten Zeit weniger Genuss, und ich wich auch schon mal auf nicht-europäische Produkte aus (Chile, Südafrika, Australien), obwohl ich das eigentlich ablehne... bevorzuge sonst den Traubensaft aus Italien, auch mal Spanien, Deutschland sehr eingeschränkt (nie wieder Dornfelder, der eine blaue pelzige Zunge macht...).

In letzter Zeit besuche ich wieder mehr einen Aldi-Markt. Nicht den in meiner Nähe, sondern den großen modernen, von dem ich schon mal schrieb (tat ich das oder träumte ich?). Und fand im Eingangsbereich eine Sonderpartie eines nicht nur für mich, sondern auch für den Aldi-Normalo, teuren italienischen Rotweins.

Gerade für das Thema sensiblisiert (mit der Tochter nicht nur getrunken, sondern auch drüber unterhalten!), griff ich einfach mal zu dem teureren Wein. Und musste gestern Abend gleich kosten...

Eine Offenbarung! Nein, keine Werbung, eine Empfehlung! Mit knapp 8,00 Euro schon eine kleine Investition, aber unerheblich, da man ja nicht täglich eine ganze Flasche leert sondern mehrere Tage etwas davon haben kann:

"Michelangelo da Caravaggio" aus dem Hause "Luca Maroni" (kennt das jemand?), Rotwein aus der Emilia.

Er ist nicht auf der Liste der stets verfügbaren Weine von Aldi zu finden, aber dazu auch noch ein paar Worte, so weit ich die Weine kenne...

  1. Vino Nobile di Montepulciano - kann man trinken, hat bei mir aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
  2. Chianti - ist normalerweise trinkbar zum Essen, aber dieser hier machte mir bereits beim ersten Glas Kopfschmerzen.
  3. Soave - unspektakulär, tut nicht weh, am besten im Sommer halb-halb mit Mineralwasser als Weinschorle zu trinken. Guten Soave habe ich eigentlich nur vor Ort in Verona bekommen.
  4. Grande Amoroso - ein sehr leckerer Rotwein aus Apulien, aber nichts für zu häufig, weil er einen sehr intensiven Eigengeschmack hat. Bis gestern mein liebster Discounterwein.
  5. Nero d’Avola Merlot - sehr schade. Vermutlich keine guten Jahre für einen meiner Lieblingsweine, den Nero d'Avola, den ich als reinen Wein sehr, sehr gern mochte. Gemischt mit Merlot ist das für mich ein Getränk, das weder nach dem einen noch dem anderen Wein schmeckt. Wobei ich Merlot auch nur als "keine Ahnung, was ich nehmen soll" trinke. Ist nicht so der größte Hit, ein bisschen wässrig... (ich bin kein echter Weinkenner und benutze meine eigenen Begriffe).
  6. Merlot IGP - Den habe ich nie probiert. Für 1,99 Euro hätte ich sowieso keine besonderen Erwartungen, und über Merlot habe ich mich eben bereits geäußert.

Nicht von Aldi... CORVO - auch einer meiner roten Lieblinge, leider auch nur gerade in sehr teuer und nicht überall zu bekommen.

Und noch einer, nicht vom Discounter, ist BARDOLINO, als Rosé (allerdings enorm preiswert) von REWE gut als leichter Sommerwein auf der Terrasse am Abend zu genießen, etwas höherwertiger aus irgendwelchen EDEKAs (Hauptbahnhof) für etwa 6,00 Euro als Rosé oder Rotwein sehr lecker.

Und zu weiteren weißen Leckereien sollte ich mich besser äußern, wenn "meine Saison" dafür gekommen ist - wer weiß, was in diesem Jahr angeboten wird? (Außerdem wird mir sonst mein Text zu lang!)

Samstag, 15. September 2012

Nero d'Avola - Merlot

Oder: Weinprobe.
Gemeint ist natürlich ganz einfach, dass ich einen neuen Wein probiere.

Das Töchterlein und ich trinken gern einen trockenen Rotwein, zum Beispiel den sizilianischen "Nero d'Avola".

Seit sechs Wochen lebe ich so konsequent wie möglich zuckerfrei, was mir außerordentlich gut bekommt, ich fühle mich gesünder und energiegeladener als vorher. Da ich aber auch gern von Zeit zu Zeit ein Glas Wein trinke, habe ich mich kürzlich informiert und zu meiner Freude festgestellt, dass etwas trockener Wein sogar den Blutzuckerspiegel senkt!

Kürzlich stand ich im neu organisierten/umgeräumten Discounter und fand eine reichhaltige Auswahl an Wein vor, allerdings nur wenig, was mir zusagte. Schließlich fiel meine Wahl auf diesen:


So recht weiß ich nicht, was ich von dieser Doppelbezeichnung (Nero d'Avola - Merlot) halten soll, ich vermute eine Mischung aus zwei Traubensorten. Der Geschmack könnte das bestätigen: Nicht so fruchtig und schwer wie der Nero d'Avola normalerweise ist, man kann ihn trinken, er ist aber insgesamt nicht recht überzeugend.

Wahrscheinlich kein Wein, den ich kaufen werde, wenn's Töchterlein das nächste Mal nach Hause kommt.