Donnerstag, 31. Dezember 2009

Caffè

Ganz kurz und knapp möchte ich mich hier den vorgenannten Jahresendgrüßen anschließen - nicht, ohne Euch den Mund wässrig zu machen:


Ich trinke ja immer häufiger an den Wochenenden als besonderes Tages-Start-Up italienischen Kaffee, zubereitet mit der "caffettiera". Dafür hat Töchterlein mir drei wunderbare Päckchen originalen Caffè mitgebracht! Das "Splendid"-Päckchen haben wir derzeit in Gebrauch: für Kaffeegenießer der italienische Himmel auf Erden!



Also bis demnänchst wieder hier!
Ich verbleibe mit dem guten Vorsatz, wieder etwas häufiger von meinen Küchenexperimenten zu berichten... :)

Sonntag, 22. November 2009

Wiener Nusskuchen

Warum er nun gerade "Wiener Nusskuchen" heißt, entzieht sich meiner Kenntnis, das Rezept, das auf einem uralten Kalenderblatt stand, nannte sich jedenfalls so. Im Laufe vieler Jahre ist er zu einem traditionellen Weihnachtskuchen bei uns geworden - allerdings schon lange nicht mehr in meiner eigenen Familie - wegen einer vorhandenen Nussallergie. Die Nussallergie ist allerdings auf eine Person beschränkt, so dass ich heute zwei kleine Backformen mit dem Teig gefüllt habe, dann kann ich ihn dort hin geben (und mitessen!), wo niemand allergisch reagiert.
Genug der Präliminarien.

Die Zutaten:

  • 250 g Butter oder Margarine
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 125 g gemahlene Haselnüsse
  • 125 g Maisstärke
  • 125 g Mehl
  • 2 gestrichene EL Kakao

Das weiche Fett mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier dazu geben. So lange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Die gemahlenen Nüsse dazu geben und verrühren, dann das Mehl und die Stärke sowie den Kakao.

Den Teig in eine gut gefettete (Standard-)Kastenform füllen und bei guter Mittelhitze eine Stunde backen (ca. 175°C).



Falls gewünscht, aus Puderzucker und etwas heißem Wasser einen Guss rühren und den Kuchen damit glasieren.

Übrigens bietet es sich an, den Teig zu verdoppeln und zwei Kastenformen zu füllen, nebeneinander passen sie sehr gut in den Ofen, und man hat bei gleichem Aufwand einen Kuchen mehr. Das lohnt sich, da dieser dunkle Nusskuchen meist zum "Renner" wird...

Sonntag, 13. September 2009

Sonnenblumenkernbrot

Wie schon gesagt, das "Pane a filoncini misto farine e girasole" von Nonna Ivana hatte es mir angetan. Bevor ich jetzt von meinem eigenen Experiment erzähle, kommt erst einmal die Übersetzung ihres Rezeptes, ich denke, das ist so in Ordnung.

  • 150 g Hartweizengrieß
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 2 TL feines Salz
  • lauwarmes Wasser, ca. 270 - 290 ml
  • 3 EL Sonnenblumenkerne
Mit der Küchenmaschine die Mehlsorten vermischen, die in lauwarmem Wasser aufgelöste Hefe hinzugeben, dann mit lauwarmem Wasser und Salz zu einem Teig verarbeiten.
Aus der Rührschüssel nehmen und mit den Händen arbeiten, bis nichts mehr klebt.
Ein paar Stunden (oder zwei Stunden?) stehen lassen, dann 5 kleine Stangenbrote formen, drei Male diagonal einschneiden, mit etwas Öl und Wasser bestreichen, mit Sonnenblumenkernen bestreuen und abgedeckt mindestens 40 Minuten gehen lassen.
Backen bei 190°C für 10 Minuten, dann verringern auf 165°C für weitere 20 Minuten bei Umluft!

So weit die Übersetzung. Ich vermisse die Stelle, an der der Zucker hinzu gegeben wird, ich denke, er gehört gleich mit ins Mehl, damit die Hefe Nahrung findet.

Morgens beim Einkauf den ganzen R*W*-Supermarkt abgesucht nach Buchweizen. Ergebnis: ganze Körner bei den Spezialitäten aus Russland, dann Buchweizengrütze in der Nähe vom Reis. Buchweizenmehl ist Fehlanzeige, auch bei den Bio-Lebensmitteln nicht zu finden. Ich entscheide mich für Buchweizengrütze, die optisch eine gewisse Ähnlichkeit mit Haferflocken aufweist und auch ähnlich verarbeitet werden kann. (Ich erinnere mich an gekochte Buchweizengrütze mit Milch, Zucker und Rosinen aus meiner Kindheit.)

Beim Telefonat mit meiner Tochter noch getönt: "Hartweizengrieß habe ich ja sowieso immer im Hause!" Beim Heraussuchen der Zutaten dann erstaunt festgestellt, dass dieses offensichtlich nicht stimmt. An dieser Stelle nun aufzugeben ist allerdings nicht meine Art. Was habe ich eigentlich in meinen Schränken? Polenta! Ein gewisser Herr hat ja zeitweise meine Mutter regelrecht mit diesesm Erzeugnis "überschüttet", so dass sie mir einiges abgegeben hatte. Es handelt sich hierbei um sogenannte "Instant-Polenta", die nur ca. 15 Minuten Kochzeit benötigt (wenn man sie wie vorgesehen zu einem Brei oder einer festen Masse kocht). Egal, Polenta sieht einfach aus wie feiner Grieß und soll angeblich sehr gesund sein.

Ich hatte also bei diesem Rezept aus "gemischtem Mehl" bereits zwei Ersetzungen! Ob das wohl gut gehen würde? Und ob!

Ansonsten habe ich alles streng nach Anweisung befolgt, allerdings in den Teig vor dem Formen der kleinen Brote noch eine Handvoll Sonnenblumenkerne hinein geknetet, einfach deshalb, weil ich Sonnenblumenkerne gern mag und tatsächlich einen reichlichen Vorrat davon habe.

Mein Ofen ist kein Umluftofen und braucht auch ansonsten etwas länger, also habe ich die Backtemperaturen angehoben für die ersten 15 Minuten auf 220°C, die restliche Zeit dann 180°C. Über die gesamte Backzeit kann ich nichts sagen, ich habe einfach hin und wieder mal in den Ofen geschaut.



Das erste kleine Brot ist inzwischen verputzt, es schmeckt lecker, ist mürbe ohne zu zerkrümeln und hat einen angenehm kernigen Biss.

Samstag, 12. September 2009

Stangenbrot mit Sonnenblumenkernen

Dieses Rezept liest sich ganz einfach, und das Foto macht mächtig Appetit!

Zuerst war mir wichtig, herauszufinden, welche Mehlsorten gemeint sein könnten bzw. welche Entsprechung wir hier in Deutschland haben.

Wikipedia deutsch
Wikipedia italienisch

"Farina di grano tenero" bedeutet "Weichweizenmehl" der italienischen Type "0", das müsste am besten unserem gängigen Weizenmehl der Type 405 entsprechen.

"Semola di gran duro" ist Hartweizengrieß.

"Grano saraceno" heißt Buchweizen.

Sollte also mein heimischer Supermarkt Buchweizen führen, steht einem Experiment nichts im Wege. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Update: Drei Mal dürft Ihr raten, was ich gerade (um Mitternacht!) im Ofen habe. Und wenn es gelingt, ist es einen neuen Beitrag wert, denn ich musste mächtig improvisieren.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Crostata al limone

Italienische Zitronentarte.

(Vorweg: Was ist eine Tarte? Guckst du bei Wikipedia...)

Wieder mal ein Backtest, das Rezept gibt es hier beim Chefkoch.

Ich habe mich akribisch an die Vorgaben gehalten, einziger Unterschied: Da Ricotta hier nicht zu haben ist, habe ich 250 g Frischkäse und 250 g Magerquark stattdessen genommen. Und glücklicherweise hatte und habe (für 1 x reicht es noch) ich noch einen klitzekleinen Rest Limoncello von einem Tochterbesuch hier stehen! - Was kann man ggf. als Ersatz dafür nehmen?

Etwas nervig sind die vielen Wartezeiten:
Warten, während der Teig (bereits in der Form) gekühlt wird.
Warten während der Backzeit.
Warten, während Kuchen und Zitrone in Sirup auskühlen.
Insgesamt stimmen die angegebenen 2 Stunden Ruhezeit.

Der Kuchen ist gedacht für eine normal große (26 cm) Tortenform. Da ich aber die Quiche-Form genommen hatte, konnte ich zusätzlich noch die Mini-Springform füllen, dieser kleine Kuchen wird für den Geschmackstest geopfert.

Nun endlich zum Ergebnis: sehr, sehr lecker! Allerdings auch sehr, sehr sättigend!



Am Ende der Aktion hatte ich noch Zitronensirup übrig - und noch eine Zitrone herum liegen. Drei Mal dürft Ihr raten, was ich damit gemacht habe ;)

Dienstag, 14. Juli 2009

Zitronensorbet

Da ich für meine Kuchenexperimente geriebene Zitronenschale benötigte, lagen hier schlussendlich drei "nackte" Bio-Zitronen herum, und es stellte sich die Frage: Was damit tun? Am liebsten hätte ich ein Zitronensorbet gehabt. (Noch so ein Floh, den mir das Töchterlein kürzlich ins Ohr gesetzt hatte!) Nicht lang gefackelt und ein bisschen im Internet herumgeguckt. Es gibt so viele Rezepte, die alle voneinander abweichen, dass ich die Qual der Wahl hatte.

Was verarbeitet wurde:

  • 1/4 l Wasser
  • 100 g Zucker
  • Saft von 3 Zitronen
  • 1 Eiweiß, zu Schnee geschlagen
Das Verfahren:

Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und abkühlen lassen.
Die Zitronen auspressen.

Das abgekühlte Zuckerwasser mit dem Zitronensaft mischen.
Jetzt tritt der Pürierstab (alternativ: Handmixer) in Aktion.
Den Eischnee hinzu geben und alles sehr gut miteinander vermengen.

Ab in den Gefrierschrank!
Gelesen hatte ich, dass diese Masse jetzt alle halbe Stunde durchgerührt werden sollte. Allerdings: Ich hatte das Ganze schlicht und einfach vergessen, und als ich es nach einigen Stunden heraus holte, war es hart gefroren. Ha, nun war wirklich die Stunde des Pürierstabes gekommen: Alles eifrig und auch unter Einsatz von einiger Kraft gerührt, zerkleinert, gerührt, gerührt, gerührt. Dabei veränderte die eher glasig anzusehende Masse ihre Konsistenz und wurde sehr fein cremig-hell. Ein Probelöffelchen genommen und begeistert gewesen!



Am nächsten Abend noch einmal kräftig durchgerührt. Das ist soooo lecker! (Und noch ziemlich sauer, mir schmeckt es so. Wer mag, nimmt mehr Zucker.)

Übrigens, um hier keine Verwirrung aufkommen zu lassen: Die Masse soll in einer Metallschüssel mit Deckel gefroren werden, und da ich eine solche nicht besitze, nahm ich kurzentschlossen einen kleinen Kochtopf. Funktionierte ganz prima.

Sonntag, 12. Juli 2009

Crostata mit Puddingcreme und Heidelbeeren

(Updates 13.07.09 + 18.07.09 unten angehängt)

Nächster Versuch.

Einen klassischen Mürbeteig zubereitet und gut verpackt lange im Kühlschrank ruhen lassen. Dann die Idee, ihn auszurollen - Fehlanzeige. (Ich weiß schon, warum ich bei anderen Mürbeteig-Torten ihn immer direkt in die Backform gedrückt hatte...) Der Teig ist sehr weich. Also nochmal mit ein bisschen Mehl verknetet, gerade so viel, bis er nicht mehr klebte. Trotzdem: Ausrollen bleibt unmöglich. Also in die Formen gedrückt, einen Rand hochgezogen, alles wieder in den Kühlschrank gestellt und mich mit der Füllung beschäftigt:

Wie im anderen Beitrag schon angekündigt, habe ich einen normalen Vanillepudding gekocht, ihn dann mit zwei Eigelb verrührt, mit Eischnee von einem Eiweiß verrührt (das andere Eiweiß brauchte ich für eine andere Sache...) und die Heidelbeeren drunter gehoben. Dann auf dem Teigboden Marmelade verteilt, die Pudding-Fruchtmasse darauf verteilt.

Jetzt die Frage aller Fragen: Wie fabriziere ich das Teiggitter, wenn der Teig - auch vorsichtig ausgerollt - sofort außer Form gerät? Ich habe ein bisschen "Freihand"-Arbeit und das Bestmögliche daraus gemacht.

Dann ab in den Ofen, ca. 180°C, und immer wieder nachgesehen, damit er mir nicht zu dunkel wird. Das Ergebnis sieht gar nicht mal so schlecht aus:



Auf den Anschnitt und die Geschmacksprobe muss auch ich nun erstmal warten, bis ich wieder einen Testesser habe - vielleicht die große Tochter am nächsten Wochenende? Auf jeden Fall wandern die Kuchen nämlich zunächst einmal in die Tiefkühlung.

Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Teile gelungen sind, habe bereits früher mit Pudding-und-Frucht-Füllungen gearbeitet. Trotzdem: Der ideale Teig für dieses Vorhaben ist das noch nicht!

Update: Torte im Anschnitt:



Die größere Torte ist zerteilt und in Portionen, die kleinere im Ganzen eingefroren worden. Aber natürlich musste ich ein Stück probieren!

Zunächst fällt auf, dass Creme und Frucht eine enge Verbindung eingegangen sind - es waren ja auch allerlei Beeren gewesen. Geschmacklich ist das Ganze sehr süß, knapp am Rande von "zu süß", mir fehlt ein bisschen Säure, da hilft es auch wenig, dass im Teig reichlich geriebene Zitronenschale enthalten ist. Auf jeden Fall ist der Mürbeteig dieses Mal nicht hart geworden, allerdings hätte ich ihn nun gerne ein wenig knuspriger. Es scheint so, als würde ich gerne noch ein bisschen experimentieren wollen :)

Update 15.07.2009: Die Kollegin hat "Probe gegessen" und fand den Kuchen sehr lecker!
Update 18.06.2009: Aufgetaute Stücke mit Nina zusammen vernichtet: Die Crostata ist schön durchgezogen und schmeckte jetzt auch mir richtig gut! (Jetzt muss sie konkurrieren mit dem Versuch, den ich morgen machen werde...)