Posts mit dem Label Brot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brot werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. Juni 2020

Brot mit Kürbiskernen

Als Anfang März kurz vor dem Corona-Lockdown in den Geschäften "Hamsterkäufer" die Regale leerten und das Mehl knapp zu werden schien, habe ich reservehalber eine Packung Brotbackmischung gekauft - die letzte ihrer Art im Regal.

Nicht, dass tatsächlich jemals irgendwas wirklich knapp geworden wäre, fiel es mir vor ein paar Tagen wieder in die Hände, und ich hielt es für eine spannende Aufgabe, dieses vorbereitete Produkt auszuprobieren.



Ich habe mich fein an die Anleitung gehalten, und es funktionierte auch alles ganz prima, außer, dass das Brot, frisch der Kastenform entnommen, am Boden und an den Seiten noch arg "klitschig" war, so in Richtung roher Teig.

Meine Lösung: ohne Form kopfüber auf mein Backblech mit Backpapier gelegt und nochmal eine halbe Stunde weiter gebacken.

Das Ergebnis ist nun sehr gut gelungen, das Brot hat eine knusprige Kruste, lässt sich sehr gut in Scheiben schneiden ohne zu zerbröseln und schmeckt ausgesprochen lecker.


Ich würde diese Backmischung gerne empfehlen wollen, allerdings nicht uneingeschränkt: Auf der Inhaltsangabe finden sich allerlei dubiose Zusatzstoffe, bei denen ich mich frage, ob die unbedingt nötig sind. (Allerdings finden sich solche auch sowohl in Industriebrot als auch dem, welches große Bäckereiketten verkaufen, wenn man den Reportagen im TV glauben darf.)

Demnächst hier: Focaccia!

Mittwoch, 24. März 2010

Deutsches Brot

Jürgen hat hier seine Meinung zu Brot und EU-Richtlinien hinterlassen. Dazu fällt mir augenblicklich dreierlei ein:
Wir besuchten Tochter1 in England und sie wünschte sich als Mitbringsel Brot. Schönes, deutsches, dunkles, körniges Vollkornbrot!
Tochter2 ist so froh, in Italien L*d* entdeckt zu haben, denn dort führt man... wer errät es? Nun ja, deutsches Vollkornbrot! Bei Besuchen hier führt einer der ersten Wege zum Bäcker, gekauft wird eine "Kornecke". (Obwohl es m.E. in Italien super viele tolle Brotsorten gibt, nicht nur Ciabatta, sondern auch beispielsweise ein leckeres Nussbrot.)
Sohn (ohne Nummer, da nur einer) suchte letztens im Supermarkt nach Roggenbrot und fand einzig Brotsorten, die aus gefärbtem Weizenmehl bestanden! In diesem Punkt wäre also noch Entwicklung bei uns möglich. Kurzentschlossen griff er zu einer Brotbackmischung, welche er nach eigenem Gusto anreicherte.
Und mir fällt gerade ein, dass ich in meinem Urlaub mal wieder das Brot mit den Sonnenblumenkernen backen sollte.

Sonntag, 13. September 2009

Sonnenblumenkernbrot

Wie schon gesagt, das "Pane a filoncini misto farine e girasole" von Nonna Ivana hatte es mir angetan. Bevor ich jetzt von meinem eigenen Experiment erzähle, kommt erst einmal die Übersetzung ihres Rezeptes, ich denke, das ist so in Ordnung.

  • 150 g Hartweizengrieß
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 2 TL feines Salz
  • lauwarmes Wasser, ca. 270 - 290 ml
  • 3 EL Sonnenblumenkerne
Mit der Küchenmaschine die Mehlsorten vermischen, die in lauwarmem Wasser aufgelöste Hefe hinzugeben, dann mit lauwarmem Wasser und Salz zu einem Teig verarbeiten.
Aus der Rührschüssel nehmen und mit den Händen arbeiten, bis nichts mehr klebt.
Ein paar Stunden (oder zwei Stunden?) stehen lassen, dann 5 kleine Stangenbrote formen, drei Male diagonal einschneiden, mit etwas Öl und Wasser bestreichen, mit Sonnenblumenkernen bestreuen und abgedeckt mindestens 40 Minuten gehen lassen.
Backen bei 190°C für 10 Minuten, dann verringern auf 165°C für weitere 20 Minuten bei Umluft!

So weit die Übersetzung. Ich vermisse die Stelle, an der der Zucker hinzu gegeben wird, ich denke, er gehört gleich mit ins Mehl, damit die Hefe Nahrung findet.

Morgens beim Einkauf den ganzen R*W*-Supermarkt abgesucht nach Buchweizen. Ergebnis: ganze Körner bei den Spezialitäten aus Russland, dann Buchweizengrütze in der Nähe vom Reis. Buchweizenmehl ist Fehlanzeige, auch bei den Bio-Lebensmitteln nicht zu finden. Ich entscheide mich für Buchweizengrütze, die optisch eine gewisse Ähnlichkeit mit Haferflocken aufweist und auch ähnlich verarbeitet werden kann. (Ich erinnere mich an gekochte Buchweizengrütze mit Milch, Zucker und Rosinen aus meiner Kindheit.)

Beim Telefonat mit meiner Tochter noch getönt: "Hartweizengrieß habe ich ja sowieso immer im Hause!" Beim Heraussuchen der Zutaten dann erstaunt festgestellt, dass dieses offensichtlich nicht stimmt. An dieser Stelle nun aufzugeben ist allerdings nicht meine Art. Was habe ich eigentlich in meinen Schränken? Polenta! Ein gewisser Herr hat ja zeitweise meine Mutter regelrecht mit diesesm Erzeugnis "überschüttet", so dass sie mir einiges abgegeben hatte. Es handelt sich hierbei um sogenannte "Instant-Polenta", die nur ca. 15 Minuten Kochzeit benötigt (wenn man sie wie vorgesehen zu einem Brei oder einer festen Masse kocht). Egal, Polenta sieht einfach aus wie feiner Grieß und soll angeblich sehr gesund sein.

Ich hatte also bei diesem Rezept aus "gemischtem Mehl" bereits zwei Ersetzungen! Ob das wohl gut gehen würde? Und ob!

Ansonsten habe ich alles streng nach Anweisung befolgt, allerdings in den Teig vor dem Formen der kleinen Brote noch eine Handvoll Sonnenblumenkerne hinein geknetet, einfach deshalb, weil ich Sonnenblumenkerne gern mag und tatsächlich einen reichlichen Vorrat davon habe.

Mein Ofen ist kein Umluftofen und braucht auch ansonsten etwas länger, also habe ich die Backtemperaturen angehoben für die ersten 15 Minuten auf 220°C, die restliche Zeit dann 180°C. Über die gesamte Backzeit kann ich nichts sagen, ich habe einfach hin und wieder mal in den Ofen geschaut.



Das erste kleine Brot ist inzwischen verputzt, es schmeckt lecker, ist mürbe ohne zu zerkrümeln und hat einen angenehm kernigen Biss.

Samstag, 12. September 2009

Stangenbrot mit Sonnenblumenkernen

Dieses Rezept liest sich ganz einfach, und das Foto macht mächtig Appetit!

Zuerst war mir wichtig, herauszufinden, welche Mehlsorten gemeint sein könnten bzw. welche Entsprechung wir hier in Deutschland haben.

Wikipedia deutsch
Wikipedia italienisch

"Farina di grano tenero" bedeutet "Weichweizenmehl" der italienischen Type "0", das müsste am besten unserem gängigen Weizenmehl der Type 405 entsprechen.

"Semola di gran duro" ist Hartweizengrieß.

"Grano saraceno" heißt Buchweizen.

Sollte also mein heimischer Supermarkt Buchweizen führen, steht einem Experiment nichts im Wege. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Update: Drei Mal dürft Ihr raten, was ich gerade (um Mitternacht!) im Ofen habe. Und wenn es gelingt, ist es einen neuen Beitrag wert, denn ich musste mächtig improvisieren.