Montag, 15. März 2010

Schnelles Spaghettigericht mit Porree

Mein derzeitiges "schnelles Abendessen" besteht (für eine Person) aus

  • ca. 1 EL Öl
  • 1 Stange Porree
  • evtl. Speck- oder Schinkenwürfeln
  • etwas italienischer Kräutergewürzmischung mit Knoblauch
  • ein paar klein geschnittenen Tomaten
  • einem "Schubs" passierter Tomate (Tetra-Pak)
  • 1 reichlicher EL Creme fraîche (light) mit Kräutern
  • geriebenem Parmesan
und einer Portion Spaghetti.

Öl und Gewürzmischung in die Pfanne (wer nicht auf Fleisch verzichten mag, hier auch die Schinkenwürfel mit hinein) geben, dann den in Ringe geschnittenen Porree dazu tun, alles anbraten. Tomaten dazu, die Hitze reduzieren, schmurgeln lassen. Passierte Tomate dazu geben und alles vor sich hin köcheln lassen, während die Spaghetti kochen. Kurz bevor die Pasta fertig ist, Creme fraîche darunter rühren, ein Mal kurz aufkochen lassen. Spaghetti abgießen, beides miteinander vermischen, mit Parmesan bestreuen.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten.

Foto gibt's nicht, es ist leider schon alles aufgegessen...

BASF-Kartoffeln bald auch für uns?

Zugegeben, die Überschrift soll provozieren!

Während einerseits die gute, alte "Linda" wieder auf den Markt kommt, hat andererseits BASF nach 13 Jahren Bürokratie die Zulassung für "Amflora" bekommen.

"Amflora" ist nicht primär für die menschliche Ernährung gedacht - sondern für die Herstellung von Kleister. Jedoch wurde (vorsichtshalber?) gleich auch die Zulassung als Nahrungsmittel mit betrieben.

Erklärungen gibt es bei Greenpeace hier und hier sowie im Greenpeace-Blog.

Bedenklich finde ich, dass es u.U. zu ungewollter Durchmischung mit normalen Kartoffeln kommen kann - die Antibiotika-Resistenz-Gene möchte ich nicht verspeisen. Und völlig überflüssig ist die BASF-Kartoffel sogar für die Industrie, da es mittlerweile nicht-genmanipulierte Züchtungen gibt, die den begehrten Kleber ebenso produziert. (Kartoffeln für Kleister klingt für mich übrigens nach Häresie!)

Gegen die BASF-Kartoffel - für Linda!

Sonntag, 7. Februar 2010

BioBio-Honig

BioBio ist eine Bio-Lebensmittelmarke des Plus-Discounters. Der in Hamburg-Harburg ansässige Laden wurde im Herbst zu "Netto", scheint aber einige Artikel von "Plus" im Sortiment behalten zu haben. Selten kaufe ich dort ein, aber manchmal liegt er bei meinen Besorgungen auf dem Weg.

Da ich derzeit für meine Verhältnisse riesige Mengen an diversen Kräutertees in mich hinein schütte, süße ich ihn mit Honig. (Am liebsten trinke ich alle Tees "pur", was aber bei hustengeschädigtem Hals eher "kratzig" ist. Zucker im Tee ist meist ein No-Go für mich.)

Weil mein letztes Honigglas fast fünf Jahre bis zur Leerung brauchte, suchte ich eine kleinere Abpackung und wurde in obigem BioBio-Sortiment fündig.



Ich hatte die Wahl zwischen einer Sorte aus Brasilien, einer aus Kenia und diesem Honig aus Ungarn. Der Geschmack dieses Honigs im Tee ist in Ordnung, und er gibt dem Tee ein sanft-cremiges Gefühl.

Was mich stört, ist eher, dass hier Sorten angeboten werden, die irre lange Transportwege hinter sich haben! Bio-Bio bedeutet bei diesem Vermarkter folgendes:

  • Ausreichender Mindestabstand der Bienenstöcke (mind. 3 km) zu landwirtschaftlichen Intensivkulturen, Industriegebieten oder Autobahnen
  • Bienenkästen werden nicht mit chemischen Holzschutzmitteln behandelt
  • schonende Verarbeitung des Honigs
Quelle: Plus-online
Auf dieser Seite werden weitere Sorten aus extrem weit entfernten Ländern gezeigt!

Hier kann man gut erkennen, dass "Bio" nicht zugleich auch "Öko" bedeutet, bei der ökologischen Landwirtschaft geht es auch darum, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Es sträuben sich mir sämtliche Nackenhaare, wenn ich mir vorstelle, wie viel Energie verbraucht wird, wenn Honig ein Mal rund um den Globus transportiert wird!

Da ich nun nicht unbedingt für ein kleines Glas Honig lange Wege durch mehrere Geschäfte mache, entschied ich mich, wenigstens ein Produkt aus Europa zu kaufen und habe nur ein halb schlechtes Gewissen. Trotzdem stehen natürlich die Produkte aus Afrika und Südamerika weiterhin im selben Verkaufsregal und werden ihre Abnehmer finden.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Caffè

Ganz kurz und knapp möchte ich mich hier den vorgenannten Jahresendgrüßen anschließen - nicht, ohne Euch den Mund wässrig zu machen:


Ich trinke ja immer häufiger an den Wochenenden als besonderes Tages-Start-Up italienischen Kaffee, zubereitet mit der "caffettiera". Dafür hat Töchterlein mir drei wunderbare Päckchen originalen Caffè mitgebracht! Das "Splendid"-Päckchen haben wir derzeit in Gebrauch: für Kaffeegenießer der italienische Himmel auf Erden!



Also bis demnänchst wieder hier!
Ich verbleibe mit dem guten Vorsatz, wieder etwas häufiger von meinen Küchenexperimenten zu berichten... :)

Sonntag, 22. November 2009

Wiener Nusskuchen

Warum er nun gerade "Wiener Nusskuchen" heißt, entzieht sich meiner Kenntnis, das Rezept, das auf einem uralten Kalenderblatt stand, nannte sich jedenfalls so. Im Laufe vieler Jahre ist er zu einem traditionellen Weihnachtskuchen bei uns geworden - allerdings schon lange nicht mehr in meiner eigenen Familie - wegen einer vorhandenen Nussallergie. Die Nussallergie ist allerdings auf eine Person beschränkt, so dass ich heute zwei kleine Backformen mit dem Teig gefüllt habe, dann kann ich ihn dort hin geben (und mitessen!), wo niemand allergisch reagiert.
Genug der Präliminarien.

Die Zutaten:

  • 250 g Butter oder Margarine
  • 250 g Zucker
  • 4 Eier
  • 125 g gemahlene Haselnüsse
  • 125 g Maisstärke
  • 125 g Mehl
  • 2 gestrichene EL Kakao

Das weiche Fett mit dem Zucker schaumig rühren. Nach und nach die Eier dazu geben. So lange rühren, bis der Zucker gelöst ist. Die gemahlenen Nüsse dazu geben und verrühren, dann das Mehl und die Stärke sowie den Kakao.

Den Teig in eine gut gefettete (Standard-)Kastenform füllen und bei guter Mittelhitze eine Stunde backen (ca. 175°C).



Falls gewünscht, aus Puderzucker und etwas heißem Wasser einen Guss rühren und den Kuchen damit glasieren.

Übrigens bietet es sich an, den Teig zu verdoppeln und zwei Kastenformen zu füllen, nebeneinander passen sie sehr gut in den Ofen, und man hat bei gleichem Aufwand einen Kuchen mehr. Das lohnt sich, da dieser dunkle Nusskuchen meist zum "Renner" wird...

Sonntag, 13. September 2009

Sonnenblumenkernbrot

Wie schon gesagt, das "Pane a filoncini misto farine e girasole" von Nonna Ivana hatte es mir angetan. Bevor ich jetzt von meinem eigenen Experiment erzähle, kommt erst einmal die Übersetzung ihres Rezeptes, ich denke, das ist so in Ordnung.

  • 150 g Hartweizengrieß
  • 100 g Buchweizenmehl
  • 250 g Weizenmehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 2 TL feines Salz
  • lauwarmes Wasser, ca. 270 - 290 ml
  • 3 EL Sonnenblumenkerne
Mit der Küchenmaschine die Mehlsorten vermischen, die in lauwarmem Wasser aufgelöste Hefe hinzugeben, dann mit lauwarmem Wasser und Salz zu einem Teig verarbeiten.
Aus der Rührschüssel nehmen und mit den Händen arbeiten, bis nichts mehr klebt.
Ein paar Stunden (oder zwei Stunden?) stehen lassen, dann 5 kleine Stangenbrote formen, drei Male diagonal einschneiden, mit etwas Öl und Wasser bestreichen, mit Sonnenblumenkernen bestreuen und abgedeckt mindestens 40 Minuten gehen lassen.
Backen bei 190°C für 10 Minuten, dann verringern auf 165°C für weitere 20 Minuten bei Umluft!

So weit die Übersetzung. Ich vermisse die Stelle, an der der Zucker hinzu gegeben wird, ich denke, er gehört gleich mit ins Mehl, damit die Hefe Nahrung findet.

Morgens beim Einkauf den ganzen R*W*-Supermarkt abgesucht nach Buchweizen. Ergebnis: ganze Körner bei den Spezialitäten aus Russland, dann Buchweizengrütze in der Nähe vom Reis. Buchweizenmehl ist Fehlanzeige, auch bei den Bio-Lebensmitteln nicht zu finden. Ich entscheide mich für Buchweizengrütze, die optisch eine gewisse Ähnlichkeit mit Haferflocken aufweist und auch ähnlich verarbeitet werden kann. (Ich erinnere mich an gekochte Buchweizengrütze mit Milch, Zucker und Rosinen aus meiner Kindheit.)

Beim Telefonat mit meiner Tochter noch getönt: "Hartweizengrieß habe ich ja sowieso immer im Hause!" Beim Heraussuchen der Zutaten dann erstaunt festgestellt, dass dieses offensichtlich nicht stimmt. An dieser Stelle nun aufzugeben ist allerdings nicht meine Art. Was habe ich eigentlich in meinen Schränken? Polenta! Ein gewisser Herr hat ja zeitweise meine Mutter regelrecht mit diesesm Erzeugnis "überschüttet", so dass sie mir einiges abgegeben hatte. Es handelt sich hierbei um sogenannte "Instant-Polenta", die nur ca. 15 Minuten Kochzeit benötigt (wenn man sie wie vorgesehen zu einem Brei oder einer festen Masse kocht). Egal, Polenta sieht einfach aus wie feiner Grieß und soll angeblich sehr gesund sein.

Ich hatte also bei diesem Rezept aus "gemischtem Mehl" bereits zwei Ersetzungen! Ob das wohl gut gehen würde? Und ob!

Ansonsten habe ich alles streng nach Anweisung befolgt, allerdings in den Teig vor dem Formen der kleinen Brote noch eine Handvoll Sonnenblumenkerne hinein geknetet, einfach deshalb, weil ich Sonnenblumenkerne gern mag und tatsächlich einen reichlichen Vorrat davon habe.

Mein Ofen ist kein Umluftofen und braucht auch ansonsten etwas länger, also habe ich die Backtemperaturen angehoben für die ersten 15 Minuten auf 220°C, die restliche Zeit dann 180°C. Über die gesamte Backzeit kann ich nichts sagen, ich habe einfach hin und wieder mal in den Ofen geschaut.



Das erste kleine Brot ist inzwischen verputzt, es schmeckt lecker, ist mürbe ohne zu zerkrümeln und hat einen angenehm kernigen Biss.

Samstag, 12. September 2009

Stangenbrot mit Sonnenblumenkernen

Dieses Rezept liest sich ganz einfach, und das Foto macht mächtig Appetit!

Zuerst war mir wichtig, herauszufinden, welche Mehlsorten gemeint sein könnten bzw. welche Entsprechung wir hier in Deutschland haben.

Wikipedia deutsch
Wikipedia italienisch

"Farina di grano tenero" bedeutet "Weichweizenmehl" der italienischen Type "0", das müsste am besten unserem gängigen Weizenmehl der Type 405 entsprechen.

"Semola di gran duro" ist Hartweizengrieß.

"Grano saraceno" heißt Buchweizen.

Sollte also mein heimischer Supermarkt Buchweizen führen, steht einem Experiment nichts im Wege. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Update: Drei Mal dürft Ihr raten, was ich gerade (um Mitternacht!) im Ofen habe. Und wenn es gelingt, ist es einen neuen Beitrag wert, denn ich musste mächtig improvisieren.