Nachdem ich mich mit Töchterlein darüber unterhalten hatte, ging ich jetzt mal auf die Suche.
Hier ein italienisches Rezept (das Original?), und hier eine deutsche Variante mit kleineren Mengen und wesentlich kürzerer Anleitung. Nach gründlichem Studium denke ich, man kann sie ganz gut ersetzen durch herkömmlich gekochten Vanillepudding mit Puddingpulver, den man durch Zugabe von ein oder zwei Eigelb aufwerten könnte.
Ich gedenke, eine Crostata mit Creme-Fruchtfüllung zu testen, habe gestern Heidelbeeren gekauft.
Hier eine sehr ausführliche Crostata-Anleitung auf Englisch, incl. Tortencreme, Fruchtfüllung etc.
Sonntag, 12. Juli 2009
Hammer und Meißel gefällig?
Wie schön, dass ich vor dem "offiziellen Auftritt" eines neuen Gebäcks erstmal einen Testlauf mache! Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, eine "crostata di mandorle" zu machen, das Rezept fand ich in "Langenscheidts Sprachkalender italienisch", dürfte aber diesem hier entsprechen. Missverständnisse bei der Übersetzung sind ausgeschlossen, da der Sprachkalender auf der Rückseite des Blattes die deutsche Version abgedruckt hat!
Etwas skeptisch war ich schon, denn es ist ein Mürbeteig ohne jede Spur von Fett! Entsprechend wurde die Mischung aus gemahlenen Mandeln, Mehl, Zucker und Eiweiß plus einem Ei in der Küchenmaschine zu einem einzigen Krümelberg! Ausgekippt und die Hände angefeuchtet, denn so eine Eiweißgeschichte ist immer sehr klebrig. Irgendwann hatte ich denn einen "Knetklumpen", bei dem ich dann doch nicht umhin kam, ihn unter Zuhilfenahme von Mehl auszurollen, denn am Nudelholz klebten ständig Teigteilchen.
So langsam stieg mein Frustfaktor an... Zwei Teigplatten ausgerollt, passend ausgeschnitten, eine in die Form gelegt, die Mandel-Eigelb-Zucker-Füllung darauf verteilt, die zweite Teigplatte drüber gepackt, die Ränder zusammen gedrückt, den Rest Teig zur Verzierung genommen und ab in den Ofen damit!
Während des Backens durchzog ein leckerer Duft nach Zimt und Zitrone meine Wohnung, und ich fasste wieder Mut. Am nächsten Tag nahm ich den Kuchen mit zur Nonna, die als Testkandidatin mit herhalten musste.
Bereits beim Aufschneiden zeigte sich, dass wir es hier mit einem Gebäck zu tun hatten, das ernsthaft die Zähne in Gefahr brachte! Der Kuchen schmeckt ganz gut, die Füllung ist okay, aber Boden und Deckel der Torte hart... uiuiui.
Nie wieder ein Mürbeteig ohne Fett!
Ich hatte zwar den Herstellungsprozess ausführlich fotografisch dokumentiert, halte es aber für nutzlos, unter diesen Umständen die Bilder hier einzustellen. Also nur eines gleich nach dem Anschnitt:

Etwas skeptisch war ich schon, denn es ist ein Mürbeteig ohne jede Spur von Fett! Entsprechend wurde die Mischung aus gemahlenen Mandeln, Mehl, Zucker und Eiweiß plus einem Ei in der Küchenmaschine zu einem einzigen Krümelberg! Ausgekippt und die Hände angefeuchtet, denn so eine Eiweißgeschichte ist immer sehr klebrig. Irgendwann hatte ich denn einen "Knetklumpen", bei dem ich dann doch nicht umhin kam, ihn unter Zuhilfenahme von Mehl auszurollen, denn am Nudelholz klebten ständig Teigteilchen.
So langsam stieg mein Frustfaktor an... Zwei Teigplatten ausgerollt, passend ausgeschnitten, eine in die Form gelegt, die Mandel-Eigelb-Zucker-Füllung darauf verteilt, die zweite Teigplatte drüber gepackt, die Ränder zusammen gedrückt, den Rest Teig zur Verzierung genommen und ab in den Ofen damit!
Während des Backens durchzog ein leckerer Duft nach Zimt und Zitrone meine Wohnung, und ich fasste wieder Mut. Am nächsten Tag nahm ich den Kuchen mit zur Nonna, die als Testkandidatin mit herhalten musste.
Bereits beim Aufschneiden zeigte sich, dass wir es hier mit einem Gebäck zu tun hatten, das ernsthaft die Zähne in Gefahr brachte! Der Kuchen schmeckt ganz gut, die Füllung ist okay, aber Boden und Deckel der Torte hart... uiuiui.
Nie wieder ein Mürbeteig ohne Fett!
Ich hatte zwar den Herstellungsprozess ausführlich fotografisch dokumentiert, halte es aber für nutzlos, unter diesen Umständen die Bilder hier einzustellen. Also nur eines gleich nach dem Anschnitt:

Sieht schon gut aus, aber es fällt auch auf, dass die Form spiegelblank und trocken ist, keine Gefahr des Festklebens!
Ich empfehle, ein normales Mürbeteig-Grundrezept zu nehmen, evtl. ein wenig gemahlene Mandeln zuzufügen, die Füllung "Original" zu nehmen und vielleicht eine Haube aus Eischnee zu machen. (Schließlich muss ja das Eiweiß auch irgendwie verbraucht werden.)
Mein nächster Crostata-Test wird ein anderer sein.
Ich empfehle, ein normales Mürbeteig-Grundrezept zu nehmen, evtl. ein wenig gemahlene Mandeln zuzufügen, die Füllung "Original" zu nehmen und vielleicht eine Haube aus Eischnee zu machen. (Schließlich muss ja das Eiweiß auch irgendwie verbraucht werden.)
Mein nächster Crostata-Test wird ein anderer sein.
Donnerstag, 9. Juli 2009
Crostata-Test
Morgen werde ich einen Testlauf machen mit so etwas: crostata bei youtube. Warum nur erinnert mich das alles an die Linzer Torten meiner Kindheit?
Rezept mit (hoffentlich) Erfolgserlebniserfahrungsbericht dann vermutlich am Wochenende hier. Schaut Euch inzwischen einfach die Filmchen an! (Auch wer kein Italienisch versteht, wird's begreifen, denn sehen ist schließlich universell!)
Rezept mit (hoffentlich) Erfolgserlebniserfahrungsbericht dann vermutlich am Wochenende hier. Schaut Euch inzwischen einfach die Filmchen an! (Auch wer kein Italienisch versteht, wird's begreifen, denn sehen ist schließlich universell!)
Sonntag, 14. Juni 2009
Kartoffelcremesuppe
Diese Suppe war nun das Testobjekt für den neuen Rühr-/Pürierstab:
Ich nahm:
Als die Kartoffeln gar waren, kamen die Gewürze dazu. Und nun kam der Pürierstab zum Einsatz! Alles wurde gut zu einer dickflüssigen Masse püriert, am Ende Creme fine und Schnittlauch damit vermengt.
Total einfach und super lecker!
Würstchen passen gut dazu, bei mir waren es Geflügelwürste.
Da bei mir, dank Einpersonenhaushalt, alles für länger reicht, habe ich eine Portion testweise mit geriebenem Parmesan bestreut, das ist auch sehr empfehlenswert.
(Leider kein Foto, die Testesserin war hungrig und hatte keine ruhige Hand!)
Foto vom nächsten Experiment:
Ich nahm:
- eine Koblauchzehe
- eine Zwiebel
- etwas Olivenöl
- 2 kg mehligkochende Kartoffeln
- Pfeffer, Salz, Muskat
- einen großen Eßlöffel Instant-Gemüsebrühe
- als gesünderen Ersatz für Creme fraîche einen Schuss "Creme fine"
- Schnittlauch
Als die Kartoffeln gar waren, kamen die Gewürze dazu. Und nun kam der Pürierstab zum Einsatz! Alles wurde gut zu einer dickflüssigen Masse püriert, am Ende Creme fine und Schnittlauch damit vermengt.
Total einfach und super lecker!
Würstchen passen gut dazu, bei mir waren es Geflügelwürste.
Da bei mir, dank Einpersonenhaushalt, alles für länger reicht, habe ich eine Portion testweise mit geriebenem Parmesan bestreut, das ist auch sehr empfehlenswert.
(Leider kein Foto, die Testesserin war hungrig und hatte keine ruhige Hand!)
Foto vom nächsten Experiment:
Neuerrungenschaft: Ein Rührstab
Eine Gerätschaft, deren Anschaffung vielleicht längst überfällig war, die ganz plötzlich forciert wurde durch einen unbändigen Appetit auf cremige Kartoffelsuppe...
Ich beschloss, zur Hausmarke eines Drogeriemarktes zu greifen. (Was hat Küchengerät eigentlich im Drogeriemarkt zu suchen?) Letztlich waren dafür auch preisliche Erwägungen ausschlaggebend.


Ich beschloss, zur Hausmarke eines Drogeriemarktes zu greifen. (Was hat Küchengerät eigentlich im Drogeriemarkt zu suchen?) Letztlich waren dafür auch preisliche Erwägungen ausschlaggebend.


Hier wird das gute Stück nun ausgepackt und erstmal gründlich beäugt (derweil die Kartoffeln bereits kochten). Okay, es besteht aus zwei Teilen, die mittels einer Drehung zusammen gesetzt werden müssen:


Einsatzbereit! Sind die Kartoffeln endlich fertig?


Zur Handhabung: Diese erschien mir zunächst reichlich gewöhnungsbedürftig. Es gibt zwei Schalter, einen für eher sanftes Pürieren und einen mit mehr Power. Und in der Anleitung diverse Warnhinweise. Nun kann ich unmöglich während des Werkelns immer auf die Uhr sehen, aber wird schon gut gehen!
Sehr merkwürdig erscheint mir, und ich habe inzwischen den zweiten Testlauf hinter mir, dass während des Pürierens (das Ergebnis ist sehr gut) mehr als einmal der Aufsatz sich gelöst hatte und im Kochgut steckte, während ich verdutzt das Handteil mit dem Motor hielt und reichlich erstaunt aus der Wäsche guckte. Und das trotz mehrfacher Kontrolle vor Inbetriebnahme!
Könnte es sein, dass das Problem die Hausfrau ist, die sich zu dämlich anstellt? Oder handelt es sich hier um einen Produktionsfehler? Da auf technischem Gerät, wozu ich dieses durchaus zähle, zwei Jahre Garantie sind, habe ich den Kassenbeleg erstmal gut verwahrt und beobachte weiter.
Sehr merkwürdig erscheint mir, und ich habe inzwischen den zweiten Testlauf hinter mir, dass während des Pürierens (das Ergebnis ist sehr gut) mehr als einmal der Aufsatz sich gelöst hatte und im Kochgut steckte, während ich verdutzt das Handteil mit dem Motor hielt und reichlich erstaunt aus der Wäsche guckte. Und das trotz mehrfacher Kontrolle vor Inbetriebnahme!
Könnte es sein, dass das Problem die Hausfrau ist, die sich zu dämlich anstellt? Oder handelt es sich hier um einen Produktionsfehler? Da auf technischem Gerät, wozu ich dieses durchaus zähle, zwei Jahre Garantie sind, habe ich den Kassenbeleg erstmal gut verwahrt und beobachte weiter.
Freitag, 29. Mai 2009
Was macht das Handy in der Backform?

Ganz klar: Es lässt auf die Größe der Form schließen! (Nein, ich wollte mein Handy nicht überbacken.)
Gestern noch mit der Großen drüber gesprochen, dass ich gerne eine kleine Springform hätte, da sah ich heute dieses feine & kleine Backset, das aus zwei Mini-Backformen besteht, so dass ich nun auch mal nur eine halbe Portion zubereiten kann. Das ist durchaus wünschenswert, da hier nicht immer eine ganze Kompagnie bewirtet werden muss, sondern es hin und wieder auch nur mal "coffee for two" gibt.
Donnerstag, 28. Mai 2009
Erdbeer-Joghurt-Torte
Ein Experiment, das ich gemacht habe, weil Maren mir andauernd erzählt hatte, welche Kunstwerke sie zu Stande bringt - danke für die Idee!
Zutaten für den Tortenboden:
Eier getrennt, Eiweiß zu Schnee geschlagen.
Eigelb verrührt mit Zucker, Mehl, Stärke und den 4 EL kaltem Wasser (das Wasser ist wichtig, sonst wird's so eine Art Pfannkuchenteig!).
Eine Springform ganz leicht gefettet (damit sich später alles gut aus der Form löst). Den Teig in die Form gefüllt und bei ca. 220°C etwa 20 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen habe ich zwei Eßlöffel Marmelade auf dem Teig verstrichen. Mit dieser Schicht wollte ich den Biskuitboden (sehr gut gelungen!) sozusagen "versiegeln", damit der Guß nachher nicht den Boden durchweicht. Dann alles eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt.
Während der Tortenboden backte, habe ich die Erdbeeren gewaschen, geputzt und mit ungefähr eineinhalb Eßlöffeln Zucker versehen. Deckel drauf und erstmal stehen gelassen.
Nun die Gelatine eingeweicht. Beide Joghurtsorten in die Rührschüssel gegeben und geschlagen. Gelatine erwärmt, dann mit ein bisschen Joghurt vermengt und die entstandene Flüssigkeit unter Rühren in die Schüssel geschüttet. Als alles gut durchgeschlagen war, die Erdbeeren zugegeben und (ich wollte kein Püree haben) mit einem großen Löffel untergehoben.
Tortenform mit Boden aus dem Kühlschrank genommen, die Erdbeer-Joghurt-Masse darauf verteilt und alles zurück in den Kühlschrank gestellt.
Am nächsten Abend hatte ich eine wunderbar schnittfeste und fruchtig-frische Torte:
Zutaten für den Tortenboden:
- 4 Eier
- 75 g Zucker
- 75 g Mehl
- 50 g Maisstärke
- 4 EL Wasser
- 500 g Naturjoghurt (in diesem Falle mit 0,3 % Fett)
- zwei "normale" Becher Erdbeerjoghurt (weil ich den Belag schön rosa haben wollte)
- Gelatine passend zur gewünschten Menge Flüssigkeit
- 1 kg frische Erdbeeren
- ca. 1 1/2 EL Zucker
- 2 EL Marmelade (ich habe Waldbeeren genommen)
Eier getrennt, Eiweiß zu Schnee geschlagen.
Eigelb verrührt mit Zucker, Mehl, Stärke und den 4 EL kaltem Wasser (das Wasser ist wichtig, sonst wird's so eine Art Pfannkuchenteig!).
Eine Springform ganz leicht gefettet (damit sich später alles gut aus der Form löst). Den Teig in die Form gefüllt und bei ca. 220°C etwa 20 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen habe ich zwei Eßlöffel Marmelade auf dem Teig verstrichen. Mit dieser Schicht wollte ich den Biskuitboden (sehr gut gelungen!) sozusagen "versiegeln", damit der Guß nachher nicht den Boden durchweicht. Dann alles eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt.
Während der Tortenboden backte, habe ich die Erdbeeren gewaschen, geputzt und mit ungefähr eineinhalb Eßlöffeln Zucker versehen. Deckel drauf und erstmal stehen gelassen.
Nun die Gelatine eingeweicht. Beide Joghurtsorten in die Rührschüssel gegeben und geschlagen. Gelatine erwärmt, dann mit ein bisschen Joghurt vermengt und die entstandene Flüssigkeit unter Rühren in die Schüssel geschüttet. Als alles gut durchgeschlagen war, die Erdbeeren zugegeben und (ich wollte kein Püree haben) mit einem großen Löffel untergehoben.
Tortenform mit Boden aus dem Kühlschrank genommen, die Erdbeer-Joghurt-Masse darauf verteilt und alles zurück in den Kühlschrank gestellt.
Am nächsten Abend hatte ich eine wunderbar schnittfeste und fruchtig-frische Torte:
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